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Bodensee: Erste Hälfte der Bio-Apfelsaison endet mit guten Ergebnissen

"Baldige Preisanhebung wäre aus Sicht des Erzeugers vonnöten"

© ÖKOBO GmbH

Nach dem jahreszeittypisch ruhigen Dezember nimmt die Vermarktung der Bio-Äpfel zu Beginn des neuen Jahres wieder sukzessive Fahrt auf. "Die Nachfrage könnte aktuell noch etwas stärker anziehen, die Bestände spiegeln eine sehr gute Wareverfügbarkeit wieder", berichtet Birgit Gutberlett, Geschäftsführerin der ÖKOBO GmbH. Preislich stehen die Bio-Erzeuger am Bodensee jedoch unter Druck. "Die Preise bewegen sich weiterhin unter Vorjahresniveau bei erneut gestiegenen Kosten. Insofern wäre eine baldige Preisanhebung aus Sicht unserer Erzeuger eigentlich vonnöten."

© ÖKOBO GmbH

Die momentane Qualität der Lageräpfel sei durchweg erfreulich, führt Gutberlett weiter aus. "Wir haben einerseits einen relativ hohen Packout oder Netto-Ertrag, andererseits aufgrund der Witterung in 2025 einen relativ hohen Anteil an kleineren Früchten. Wir stellen fest, dass diese kleineren Äpfel aufgrund ihres hohen Brixwertes und süßen Geschmacks vom Verbraucher sehr gut angenommen werden. Die Einkäufer des Handels sind hingegen nach wie vor stark auf großfallenden Früchten fokussiert."

© ÖKOBO GmbH

Stetiger Lagerabbau
Speziell bei Gala und Pinova stehen der ÖKOBO GmbH gute Bestände zur Verfügung. Gutberlett: "Bei diesen beiden Sorten konkurrieren wir stark mit Südtirol, wobei die heimischen Äpfel in der Regel präferiert werden. Santana und Boskop sind am Bodensee bereits geräumt, Elstar noch kurze Zeit verfügbar. Im Großen und Ganzen war die Nachfrage in der ersten Saisonhälfte recht hoch und stabil, zumal die regionalen Hausgärten weniger Früchte getragen haben. Dies kam uns in der Vermarktung entsprechend zugute."

© ÖKOBO GmbH

Vielfalt im Bio-Apfelregal
Parallel zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte ging auch das nagelneue Vermarktungskonzept Bio Stars an den Start. Die ÖKOBO GmbH zählt als Vermarktungspartner zu den Initiatoren der neuen Dachmarke. Zunächst wird das Konzept versuchsweise über sechs Wochen in ausgewählten, inhabergeführten Märkten im süddeutschen Raum eingeführt. "Es gibt schon Potenzial für neue Bio-Apfelsorten. Die Herausforderung ist es aber, diese unbekannten Sorten im Handel gelistet zu bekommen. Genau hier setzt diese Initiative an."

© ÖKOBO GmbH

Heute besteht die ÖKOBO aus 22 Gesellschaftern, die auf rund 500 Hektar Land aus­schließlich nach den strengen Richtlinien von Bioland, Naturland und Demeter arbeiten. Trotz allgegenwärtiger Herausforderungen, wie Kostensteigerungen und Klimawandel, verzeichnet die Vermarktungsgesellschaft in der Summe weiterhin einen stetigen Mengenzuwachs. "Dies ist aber auch erforderlich, um der steigenden Nachfrage nach Bio-Äpfeln weiterhin gerecht zu werden. Auf Sortenebene versuchen wir insbesondere unsere Erntemengen an Topaz tendenziell zu steigern, während der Markt für Gala hingegen eher gesättigt ist", heißt es abschließend.

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Weitere Informationen:
Birgit Gutberlett
ÖKOBO GmbH
Eckener Str. 34
88074 Meckenbeuren
Tel: +49 (0)7542 940 8754
[email protected]
www.oekobo.de

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