Die Preise für Gemüse sind auch in den vergangenen Monaten weiter angestiegen, ganz besonders für Salatgurken. Grund dafür ist das knappe Angebot aus wichtigen Anbaugebieten in Südspanien und den Niederlanden. Durch besonders ungünstiges Winterwetter sei dort der Anbau in Schwierigkeiten geraten, so Gabriele Held, Marktexpertin der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).
In Spanien folgte nach einem langen, warmen Spätsommer ein heftiger Temperatursturz. Dadurch seien die Kulturen geschwächt worden. "Bei Nachttemperaturen von weniger als 10 Grad wachsen Gurken nicht gut", sagte Held. In den unbeheizten Produktionsanlagen entwickelten sich die Pflanzen nur sehr langsam. Auch das Angebot aus den Niederlanden ist begrenzt. Im Dezember waren Salatgurken laut Statistischem Bundesamt hierzulande 43 Prozent teurer als im Vormonat. Gegenüber dem Oktober stiegen die Preise sogar um gut 80 Prozent.
Schweiz: Preissteigerungen um bis zu 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr
Auch in der Schweiz sind die Gurkenpreise in den letzten Monaten massiv angestiegen. Ein Blick auf das Datenportal der Agrar- und Lebensmittelmärkte des Bundesamtes für Landwirtschaft zeigt: Gurken wurden im Vergleich zur Vorwoche um 12 Prozent teurer. Im Vergleich zum Vorjahr sind Gurken mitunter um bis zu 60 Prozent teurer, heißt es vonseiten der Denner AG. Ähnliche Entwicklungen gebe es beispielsweise auch bei Rispentomaten oder Zucchetti mit Herkunft Spanien. Auch Coop und Lidl Schweiz bestätigen die inflatorischen Preisanhebungen.