Das Jahr 2026 hat mit einer starken Nachfrage nach Mandarinen begonnen, die größer ist als das derzeitige Angebot auf dem europäischen Markt, der hauptsächlich von Spanien abhängig ist. Aufgrund anhaltender Regenfälle sind einige Clementinensorten vorzeitig vom Markt verschwunden, wodurch die Ernte späterer Sorten wie Nadorcott und Tango vorverlegt wurde.
„Der Januar ist wieder ein Monat mit hoher Nachfrage nach Mandarinen", sagt Jorge García Monfort, kaufmännischer Leiter von García Ballester aus der spanischen Provinz Castellón. „Früher waren November und Dezember die umsatzstärksten Monate, aber die Winter beginnen in Europa immer später. Daher ist der Januar mittlerweile auch ein wichtiger Monat für den Absatz."

Obwohl die Nachfrage mit der des Vorjahres vergleichbar ist, ist der Markt dieses Mal fast leer. Laut García ist dies vor allem auf das nasse Wetter im Dezember zurückzuführen. „Es hat wochenlang in allen Anbaugebieten geregnet: in der Region Valencia, aber auch in Andalusien, Murcia und der Provinz Tarragona. Dadurch hat sich die Qualität der letzten Clemenules erheblich verschlechtert. Auch andere Sorten wie Clemenvilla und Sando sind betroffen."
Aufgrund dieser Umstände haben die Erzeuger bereits etwa zwei Wochen früher mit der Ernte von Mandarinen aus der zweiten Saisonhälfte begonnen, wie Nadorcott und Tango. „Aber diese haben in vielen Fällen noch nicht ihre volle Farbe erreicht. Deshalb herrscht derzeit Spannung auf dem Markt: Es sind einfach nicht genug Mandarinen verfügbar, um die Nachfrage zu befriedigen. Und das wird wahrscheinlich noch eine Woche so bleiben."
Die Preise auf dem Feld steigen daher weiter. Dennoch erwartet García, dass die Gesamternte der späteren Mandarinen-Sorten mit der des Vorjahres vergleichbar sein wird. „Da wir früher mit der Ernte begonnen haben, wird die Saison dieses Jahr auch etwas früher enden. Die Reifung ist dem Zeitplan voraus. In vielen Fällen sehen wir bereits jetzt den Reifegrad, den man normalerweise erst Ende Februar erwartet. Der reichliche Regen hat den Säuregehalt der Früchte schneller sinken lassen."
García Ballester besteht 2026 genau 120 Jahre. „Wir sind das älteste noch aktive Zitrusunternehmen Spaniens", sagt Jorge García, der zur vierten Generation des Familienunternehmens gehört. Mittlerweile ist auch die fünfte Generation hinzugekommen. Das Unternehmen verarbeitet jährlich rund 40 Millionen Kilogramm Obst, vor allem Clementinen und Mandarinen, die für den Export nach Europa bestimmt sind.
Weitere Informationen:
Jorge García Monfort
Garcia Ballester
C/ Partida Vintems s/n
12530 Burriana (Castellón)
Tel.: +34 964 571 025
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www.garciaballester.es