Einer der großen Vorteile des peruanischen Heidelbeersektors ist die lange Erntezeit. In vielen Ländern dauert die Saison nur wenige Wochen oder Monate. In Peru dauert sie oft fünf, sechs oder sogar sieben Monate, und sie wird jedes Jahr etwas länger. „Durch diese Verteilung können wir die Mengen besser verteilen und Preisdruck vermeiden", erklärt Juan José Gal'Lino, Betriebsleiter von Fruitist Perú.
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Während Peru früher vor allem in der zweiten Jahreshälfte lieferte, ist es heute fast das ganze Jahr über auf dem Weltmarkt aktiv. „Es gibt immer noch einen Höhepunkt im Herbst, aber wir beginnen jedes Jahr etwas früher und hören etwas später auf", sagt Gal'Lino. Dieser Ansatz ermöglicht es, immer mehr Obst zu exportieren, ohne den Markt aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Fruitist schloss das Jahr 2025/26 mit rund 32.000 Tonnen Heidelbeeren ab. Für die nächste Saison rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum von fast 30 %. Dieser Anstieg ist vor allem auf neue Sorten zurückzuführen. „Das Wachstum stammt vollständig aus modernen Sorten. Diese sind viel besser als die Sorten von vor zehn oder zwölf Jahren. Sie schmecken besser und liefern einen höheren Ertrag", so Gal'Lino.
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Auch die Segmentierung spielt eine immer wichtigere Rolle. „Es gibt längst nicht mehr nur eine einzige Sorte von Heidelbeeren. Es gibt normale, Premium-, Jumbo- und sogar Super-Jumbo-Heidelbeeren. Jedes Segment hat seinen eigenen Preis", sagt er. Dank dieser Vielfalt kann Peru auf verschiedene Märkte reagieren. Die USA sind nach wie vor der größte Abnehmer und machen etwa 50 % der Exporte aus, aber auch Europa, China, der Nahe Osten, Indien und die Türkei gewinnen an Boden.
Trotz des größeren Angebots sind die Preise relativ stabil geblieben. „In den Spitzenwochen gab es nicht mehr Obst als in anderen Jahren. Die Verteilung des Angebots war gut geregelt, was starke Preisrückgänge verhinderte."
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Qualität bleibt der Kern der Strategie. „Es geht nicht nur um mehr Kilogramm. Eine konstante und hohe Qualität zu liefern, ist viel wertvoller", betont Gal'Lino. Dafür sind ein guter Kühlprozess und eine schnelle Logistik von der Ernte bis zum Verkaufsregal entscheidend.
Die größte Herausforderung für die Zukunft? Neue Märkte erschließen. „Länder wie Japan und Südkorea sind unerlässlich, wenn wir weiter wachsen und Risiken streuen wollen", folgert Gal'Lino.
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