„Das Wachstum des ecuadorianischen Heidelbeersektors ist größtenteils auf die Verhandlungen über die Öffnung von mehr als 30 Märkten zurückzuführen", sagt Sebastián Muñoz, Koordinator der Erzeuger- und Exportorganisation Fepexa. Derzeit gibt es in Ecuador rund 400 Hektar Anbaufläche für Heidelbeeren, von denen zwischen 2024 und 2025 weitere 100 Hektar hinzugekommen sind. Vor allem in den Anden wird intensiv gepflanzt. „Das Klima im Hochland ist ideal: Wir können dort das ganze Jahr über ernten. Das zieht Investoren aus dem In- und Ausland an", so Muñoz.
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Die Erweiterung der Anbaufläche bedeutet einen erwarteten Ertragsanstieg von 8 bis 12 % bis 2026. Dennoch bleibt der größte Teil der Ernte innerhalb der Landesgrenzen: Drei Viertel sind für den heimischen Markt bestimmt, 25 % werden exportiert.
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Was den Preis betrifft, liegt Ecuador im südamerikanischen Durchschnitt. „Der FOB-Preis liegt zwischen fünf und sechs Dollar pro Kilo. Damit bleiben wir wettbewerbsfähig. Gerade in Zeiten, in denen andere Länder ihre Exporte zurückfahren, können wir liefern", sagt Muñoz. Ecuador setzt bewusst nicht auf Massenproduktion. „Wir möchten uns als Lieferant von Premium-Obst profilieren."
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Der Sektor erneuert sich auch im Bereich der Sorten. Neben bekannten Sorten wie Biloxi, Emerald, Atlas und Eureka werden nun auch neuere Sorten gepflanzt, die auf dem internationalen Markt beliebt sind. „Auf den neuen Parzellen setzen wir auf Sorten wie Sekoya und Rocío. Diese schneiden in Bezug auf Ertrag, Größe, Aussehen und Exportqualität hervorragend ab", sagt Muñoz. Ihm zufolge sprechen einige Erzeuger aufgrund des ausgeprägten Geschmacks und der Qualität sogar schon von einer „Hochlandbeere".
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In Bezug auf die Exportmärkte waren Ende 2025 vor allem die Vereinigten Staaten, Spanien, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate und Hongkong wichtig. In Kürze könnte China hinzukommen. „Mit dem neuen Freihandelsabkommen wurde die Heidelbeere als vorrangiges Produkt eingestuft. Alle technischen Informationen wurden bereits übermittelt. Wir warten nun auf die Genehmigung für die phytosanitäre Zulassung", erklärt Muñoz.
Weitere Informationen:
Sebastián Muñoz,
Federación Ecuatoriana de Productores y Exportadores de Arándano - FEPEXA
Quito, Ecuador
Tel.: +593 9989 68583
[email protected]
www.fepexa.org.ec