Die Wintergemüsesaison befindet sich nun in der zweiten Halbzeit. Insgesamt zeigt das Anbaujahr 2025/2026 ein zweigeteiltes Bild, wie uns Gemüseerzeuger Florian Jochims aus Elpersbüttel mitteilt. Während man speziell bei roten Beten gute Ergebnisse im Anbau und Vertrieb erzielen konnte, seien die Erträge bei Steckrüben fürs zweite Jahr in Folge recht enttäuschend gewesen, resümiert er auf Anfrage.
© Küsten Bete GmbH
Mit der Küsten Bete GmbH widmet sich Jochims seit einigen Jahren der Erzeugung und Weiterverwertung von roten Beten (FreshPlaza.de berichtete). Das Wurzelgemüse wird dabei in Eigenregie geschält, gekocht, vakuumiert und anschließend in kleinportionierten 500-g-Packungen für den deutschen LEH verpackt. "Wir haben unsere Anbaukapazitäten im Vergleich zum Vorjahr noch mal um rund zehn Hektar aufgestockt. Trotz insgesamt guter Ernteergebnisse wird die Angebotslage voraussichtlich in Richtung Saisonende erneut knapp werden, sodass wir zu Weihnachten auf ergänzende Importe zurückgreifen mussten." Dennoch erwartet Jochims nun bis Ende Juni bzw. bis zum Start der neuen Ernte lieferfähig zu sein.
© Küsten Bete GmbHDas aktuelle Preisgefüge bei roten Beten sei für den Erzeuger recht auskömmlich.
Auf lange Sicht zeichne sich Jochims zufolge ein schleichender Aufwärtstrend ab. Die Haltbarkeit des vakuumierten Produktes ermögliche dem Betrieb auf Vermarktungsebene eine gewisse Flexibilität, so Jochims. "Insofern haben wir mit roten Beten einen beständigen, stabilen und äußerst planbaren Produktzweig gefunden. Man merkt auch, dass wir mit unserem regionalen Produkt inzwischen auch beim Verbraucher einen gewissen Wiedererkennungswert geschaffen haben. Wir erwarten, dass sich dieses Wachstum auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.
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Einblick in die Wurzelgemüse-Ernte.
Im Gegensatz zur Mehrheit seiner Berufskollegen in der Kohlhochburg Dithmarschen hat sich Jochims komplett auf Wurzelgemüse spezialisiert. Bei Knollensellerie seien die diesjährigen Erträge recht durchschnittlich gewesen, skizziert er. "Ende August/Anfang September konnten wir erste Frühbestände ernten, damit erfolgte der Ernteauftakt etwas später als sonst. Dementsprechend hatten wir eine Lücke in der Vermarktung von rund 4–5 Wochen." Den bisherigen Sellerieabsatz stuft er als vernünftig ein. "Das Preisniveau ist hingegen etwas verhalten und liegt rund 0,10 EUR/kg unter dem Niveau des Vorjahres." Auf lange Sicht werden die Anbaukapazitäten beim Knollensellerie leicht ausgeweitet.
© Küsten Bete GmbHDie schwachen Steckrübenerträge haben zu einem entsprechend hohen Preisniveau geführt, so Jochims.
Schwaches Steckrübenjahr
Zu guter Letzt zählt Jochims bereits seit vielen Jahren zu den größten Erzeugern von Steckrüben Deutschlands. Das Wurzelgemüse wird weiterhin auf rund 50 Hektar angebaut. "Leider mussten wir aufgrund von Krankheiten auch in diesem Jahr erhebliche Verluste hinnehmen, etwa ähnlich wie im Vorjahr. Dies ist vor allem dem nassen Sommer geschuldet: Auch wenn wir wissen, woran es liegt, haben unsere Gegenmaßnahmen nur bedingt funktioniert", so Jochims. Auch die neuen Sorten, die in den vergangenen Jahren am Markt eingeführt wurden, brachten nicht den erwünschten Ertrag.
Ergänzend zu den eigenen Steckrüben bietet Jochims um die Jahreszeit welche aus Schottland an. "Wir gehen davon aus, dass unsere Bestände spätestens bis Anfang Februar geräumt sein werden. Normalerweise können wir unsere Kunden hingegen bis Ende Februar/Anfang März problemlos bedienen", heißt es abschließend.
Weitere Informationen:
Florian Jochims
Küsten Bete GmbH
Hohe Str. 1
25704 Elpersbüttel
Tel: +49 4832 2287
[email protected]
www.kuestengemuese.de