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Unterschiedliche Auswirkungen des Sturms Goretti im Nordwesten Frankreichs

In der Nacht vom Donnerstag, den 7. Januar, auf Freitag, den 8. Januar, fegte der Sturm Goretti mit beispielloser Kraft über den Westen und Norden Frankreichs hinweg. Entlang der Kanalküste wurden Windböen von bis zu 213 km/h gemessen. Am Morgen waren noch etwa 11.000 Haushalte ohne Strom, vor allem in der Normandie und der Bretagne. Mehrere landwirtschaftliche Betriebe haben Schäden erlitten, die jedoch von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen.

Auf dem Land ist das Bild uneinheitlich. Einige Betriebe melden kaum Auswirkungen, andere haben mit schweren Schäden zu kämpfen. „Einige Freilandkulturen haben etwas abbekommen, aber es ist nichts Dramatisches passiert", sagt die bretonische Genossenschaft Biobreizh, zu der fünf bis sechs betroffene Erzeuger gehören. Auffällig ist, dass selbst innerhalb eines kleinen Gebiets Betriebe völlig unterschiedlich betroffen sein können: Das eine Gewächshaus ist schwer beschädigt, das des Nachbarn fast gar nicht.

An einigen Stellen sind die Folgen jedoch deutlich spürbar. So verlor ein Landwirt in Saint-Pol-de-Léon 900 m² Abdeckplane, und bei Kervan wurde eine ganze Konstruktion zerstört. Ein anderer Erzeuger in Kléder, der im Winter Chinakohl anbaut, ist besorgt: „Das Gewächshaus wurde beschädigt. Wenn es offen bleibt, wachsen die Kohlköpfe aufgrund der Kälte kaum weiter. Und wenn es viel regnet, stehen die Wurzeln ständig im Wasser. Das kann verheerend sein."

Dennoch ist es laut Biobreizh weit weniger heftig als der Sturm Ciaran im letzten Jahr. „Damals war der Schaden viel größer, vor allem bei Erzeugern mit Überdachungen." Die Genossenschaft, die ausschließlich biologische Erzeuger unterstützt, hat einige Fotos von zerstörten Anlagen in den sozialen Medien geteilt und ruft zur Unterstützung des französischen Gartenbaus auf. „Fairer Handel bedeutet, dass ein Erzeuger von seiner Arbeit leben, investieren und – wenn nötig, wie jetzt – auch nach einem Sturm wieder aufbauen können muss."

Logistische Engpässe durch Verkehrsverbot
In der Normandie fiel der materielle Schaden für einige Obstbauern gering aus. „Einige Fensterscheiben sind zu Bruch gegangen, aber das passiert auch bei einem heftigen Hagelschauer. Kein Grund zur Sorge, das lässt sich schnell reparieren", so ein lokaler Obstbauer.

Dennoch hatte der Sturm durchaus Auswirkungen, insbesondere auf die Logistik. Aufgrund der roten Alarmstufe verbot der Gouverneur ab Donnerstagabend 19 Uhr jeglichen Güterverkehr über 7,5 Tonnen. „Meine Lkw durften nicht mehr auf die Straße, sodass ich einige Kunden nicht beliefern konnte", erzählt der Landwirt. Das Verbot wurde erst am nächsten Tag um 11 Uhr aufgehoben. Danach konnte alles wieder normal weiterlaufen.

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