Der Markt für Speisekartoffeln startet insgesamt ruhig in das neue Jahr. Speisenotierungen bleiben unverändert, und die überregionalen Verladungen aus dem Rheinland laufen planmäßig. Zunehmend machen sich jedoch Qualitätsprobleme bemerkbar: In den Flächenlägern nehmen Lagerdruckstellen zu und sind teilweise bereits auch in der Kistenlagerung sichtbar. Gute Qualität ist derzeit der entscheidende Zugang zum Markt, während abweichende Qualitäten aktuell keine Käufer finden. Der Export in Richtung Osteuropa bleibt sehr schwach. Exporte nach Afrika zeigen sich auf sehr niedrigem Preisniveau leicht belebt, wobei die Transportkosten zu den Seehäfen häufig über dem Warenwert liegen.
Speisezwiebeln:
Auch der Markt für Speisezwiebeln zeigt sich zum Jahresbeginn ruhig. Im ersten Vermarktungshalbjahr besteht ein deutlicher Exportüberschuss, der aufgrund der deutlich größeren Erntemenge bislang jedoch keine Preisbelebung zulässt. Kontraktware fließt planmäßig ab. Im Export finden derzeit ausschließlich Top-Qualitäten Käufer, während der Angebotsdruck durch minderwertige Ware weiterhin hoch bleibt. Zusätzlich belasten zunehmende Qualitätsprobleme durch Bakterienfäule, Fusarium sowie eine verstärkte Keimung den Markt. Der Export in Richtung Osteuropa verläuft schwach und bewegt sich preislich am unteren Ende der Skala. Der Absatz von Zwiebeln an den Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich insgesamt zufriedenstellend, wobei das Angebot reichlich bleibt.
Quelle: Weuthen-GmbH