Die argentinische Orangenproduktion ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben. Allerdings verlagert sich der Fokus deutlich auf Obst von besserer Qualität, das für den Export bestimmt ist, so Nahuel Lavino von Fama, einem Unternehmen, das 2025 etwa 30 % mehr exportieren konnte als 2024, vor allem dank günstiger Handelsmomente und eines geringeren Angebots aus anderen Ländern.
Die Saison begann stark, aber am Ende drückte vor allem das große Angebot aus Südafrika die Preise erheblich. Für 2026 erwartet Lavino ein normales Volumen mit guten Größen und guter Qualität. „Die Stärke der argentinischen Orange liegt nicht in der Masse, sondern in der Qualität, innen und außen", erklärt er.
© FAMA Argentina
Europa und das Vereinigte Königreich bleiben die wichtigsten Absatzmärkte. Der Handel mit den Nachbarländern ist ebenfalls von Bedeutung, vor allem aufgrund der kurzen Entfernung. Darüber hinaus gewinnen Länder wie Kolumbien, Ecuador und Guatemala als neue Zielmärkte schnell an Boden.
Laut Lavino geht es nicht um schnellen Absatz. „Wir entscheiden uns bewusst für den Aufbau langfristiger Beziehungen statt für Einzelgeschäfte. Die Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit argentinischer Früchte werden sehr geschätzt."
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Die FOB-Preise waren Anfang 2025 stabil, fielen aber später aufgrund des gestiegenen weltweiten Angebots wieder. „In vielen Fällen decken die Preise die steigenden Anbau- und Logistikkosten nicht", bemerkt Lavino. Die Margen bleiben knapp und die Logistik bleibt ein großes Hindernis. „Gute Planung und rechtzeitige Buchungen sind unerlässlich, um Platz und Ladekapazität zu sichern", sagt er. Gleichzeitig steigen die Kosten für Inputs und Zertifizierung erheblich.
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Rückverfolgbarkeit ist mittlerweile zu einem Schlüsselbegriff im Exportsektor geworden. „Wir können jetzt für jede Charge genau zurückverfolgen, woher das Obst stammt und wie es behandelt wurde", erklärt Lavino. Dank dieser Transparenz, der strikten Einhaltung der offiziellen Vorschriften und der Zusammenarbeit mit der nationalen Lebensmittel- und Kontrollbehörde Senasa wächst das Vertrauen der Kunden und der Zugang zu strengen Märkten wird einfacher.
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Für die nächsten zwei bis drei Jahre stehen die Ziele fest. „Wir möchten unsere bestehenden Kunden durch stabile Programme stärken und gleichzeitig kontrolliert in Märkten wachsen, in denen Argentinien wirklich wettbewerbsfähig ist."
Die Investitionen konzentrieren sich weiterhin vor allem auf Nachbehandlung, Verpackung, Digitalisierung und Effizienzsteigerung. „Die argentinische Orange hat einen klaren Platz auf dem Weltmarkt, vorausgesetzt, wir setzen weiterhin auf Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung", so Lavino abschließend.
Weitere Informationen:
Nahuel Lavino
FAMA
Tel.: +34 636 497 142
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www.citrusfama.com.ar