„Die Feiertage sind für die Exoten im Allgemeinen gut verlaufen", sagt Ive Lambert von ADW Fresh Trade. „Es gab hier und da einige logistische Probleme, aber die gibt es in dieser Zeit eigentlich immer. Insgesamt ist alles ziemlich normal und gut gelaufen. Auch die Nachfrage war in diesem Jahr keineswegs enttäuschend; wir dürfen uns wirklich nicht beschweren. Das kalte und schlechte Wetter hat dabei geholfen, da mehr Menschen in den Supermarkt gingen statt auf den Wochenmarkt."
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Allerdings hat der Schneefall in der ersten Januarwoche doch für einige Herausforderungen für den flämischen Importeur gesorgt, bei dem Starfruit und Central Fruit seit dem 1. Oktober unter dem Namen ADW Fresh Trade weitergeführt werden. „Derzeit ist die Situation schwierig. Durch das Winterwetter kommt es zu vielen Störungen. Flüge wurden massenhaft gestrichen, Terminals waren (vorübergehend) geschlossen und Lkw kommen nur schwer durch. Dadurch gerät die Versorgung unter Druck und es ist schwieriger, alles wie geplant zu liefern."
Komplexer Avocadomarkt
„Speziell bei Avocados ist die Situation komplex", fährt Ive fort. „Sowohl in Spanien als auch in Marokko hat schlechtes Wetter die Produktion und den Export beeinträchtigt. Dadurch ist die Verfügbarkeit begrenzt und die Preise sind dennoch hoch. Während es im vergangenen Jahr noch einen deutlichen Preisrückgang gab, sehen wir in diesem Jahr einen Aufwärtstrend. Das ist nun einmal von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Mittlerweile werden wieder immer mehr Lieferungen auf dem Seeweg verschickt, aber es wird voraussichtlich noch zwei bis drei Wochen dauern, bis sich der Markt etwas beruhigt und die Versorgung stabiler wird. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter in Spanien und Marokko entwickelt, da anhaltender Regen erneut zu Verzögerungen führen kann."
Auf der Nachfrageseite gibt es laut dem Händler wenig Grund zur Sorge. „Die Nachfrage ist für diese Jahreszeit normal und bleibt stabil. Das größte Problem liegt derzeit nicht im Absatz, sondern einfach in der logistischen Abwicklung. Die Ankünfte verlaufen chaotisch, was die Planung und Auslieferung erschwert. In den vergangenen zwei Wochen sind mehrere Schiffe mit Verspätungen von einer Woche bis zu zehn Tagen eingetroffen, was die gesamte Lieferkette durcheinanderbringt."
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Das Wetter muss besser werden
„Diese Probleme beschränken sich nicht auf eine Produktgruppe. Auch bei Sendungen von Passionsfrüchten aus Kolumbien gab es Ende Dezember erhebliche Probleme. Container, die eigentlich in der letzten Dezemberwoche hätten eintreffen sollen, kamen erst in der ersten Januarwoche an. Das sorgt nicht nur für operative Frustration, sondern wirkt sich auch auf die Produktqualität aus. Bei Produkten wie Passionsfrüchten bleibt der Schaden in der Regel begrenzt, da diese in long-life Verpackungen transportiert werden. Bei anderen, empfindlicheren Produkten haben zusätzliche Transporttage jedoch durchaus Auswirkungen auf die Haltbarkeit und Qualität."
Dies führt dazu, dass insbesondere die Logistik für einen chaotischen Start ins Jahr 2026 bei ADW Fresh Trade sorgt. „Der Absatz bleibt stabil und stellt kein großes Problem dar, aber die rechtzeitige Lieferung von Produkten und die Belieferung von Kunden erfordern derzeit viel zusätzliche Aufmerksamkeit. Es ist zu erwarten, dass diese Situation in der kommenden Zeit noch andauern wird, bis sich das Wetter verbessert und die Logistikströme wieder besser in Gang kommen."
Weitere Informationen:
ADW Fresh Trade
Hoveniersstraat 13
2860 Sint-Katelijne-Waver, Belgien
Tel: +32 2 242 62 00
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