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Großmarkt Berlin:

"Minimale Preisanhebungen bringen wenig Erleichterung am Kartoffelmarkt"

Auch zu Beginn des neuen Jahres bewegen sich die Kartoffelpreise weiterhin auf einem rekordverdächtig niedrigen Niveau. "Wir hatten vor circa zehn Jahren mal ein derartiges Preistief, aber seitdem nicht mehr", erinnert sich Slave Spaseski, Kartoffelgroßhändler und Inhaber der Openica GmbH mit Sitz am Großmarkt Berlin. "Es hat zum Jahresende zwar minimale Preisanhebungen gegeben, diese bringen jedoch unter dem Strich nur wenig Erleichterung. Ob Erzeuger oder Händler – abseits des Lebensmitteleinzelhandels leiden alle entlang der Kartoffel-Lieferkette unter den aktuellen Marktbedingungen."

Das Preistief zieht sich über nahezu sämtliche Kocheigenschaften und Sorten hinweg durch, führt Spaseski weiter aus. "Es gibt zwar spezielle Sorten wie auf Moorböden angebaute Sieglinde, Annabelle und Leyla aus Niedersachsen, für die wir im Verkauf etwas mehr verlangen können. Das sind aber keine Mengendreher." Nennenswerte Preisanhebungen seien vorerst nicht zu erwarten. "Wir haben in der Summe rund 20 bis 25 Prozent mehr Menge als im Vorjahr, die wir irgendwie am Markt platzieren müssen, und das geht leider nur über den Preis."


Slave Spaseski (2. v.l.) und Team beim Großmarktbesuch von FreshPlaza.de vor wenigen Jahren.

Europaweite Flächenerweiterungen sowie wüchsige Wetterbedingungen haben zum diesjährigen Überschuss beigetragen. Spaseski: "Alles kam dieses Jahr etwas unglücklich zusammen. Das ist an und für sich gar nicht mal so tragisch, nur zwei, drei solche Jahre in Folge wären halt für den Sektor katastrophal." Nach dem üppigen Erntejahr wird sich die Kartoffelanbaufläche dem Bedarf entsprechend anpassen müssen. "Die Rede ist dabei nicht so sehr von den Großbetrieben, die ihre Mengenprogramme entsprechend erfüllen müssen, sondern vor allem von kleineren und mittelständischen Erzeugern, die aufgrund attraktiver Preise auf Kartoffeln spekuliert haben. Hier werden viele nach den schwachen Preisen der diesjährigen Saison wieder aussteigen."

Zwiebelpreise um ein Drittel unter Vorjahresniveau
Am Zwiebelmarkt sei die Lage nahezu ähnlich, beobachtet Spaseski, der seine Speisezwiebeln überwiegend von ausgewählten Partnern im norddeutschen Raum bezieht. "Auch hier sind die diesjährigen Erzeuger- und Marktpreise wesentlich niedriger als in den Vorjahren. Derzeit liegen wir bei gelben sowie roten Zwiebeln um 30 bis 40 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres."

Insolvenzen nehmen zu
Insgesamt blicken Spaseski und seine Großmarktkollegen auf ein schwieriges Jahr zurück. "Auch wenn wir als Openica GmbH verhältnismäßig gar nicht mal so unzufrieden sind, ist die Geschäftslage am Großmarkt das ganze Jahr über durchweg verhalten gewesen. Speziell in der Gastronomie gibt es in Berlin und Umgebung momentan viele Insolvenzen und auch in der Großmarkthalle selbst gibt es nun erstmals seit vielen Jahren Leerstand. Das sind alles Faktoren, die sich entsprechend negativ auf die Stimmung vor Ort auswirken", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Slave Spaseski
Openica GmbH Kartoffeln & Zwiebeln
Großmarkt Berlin
Telefon: +49 30 390 392 71
[email protected]
www.openica.de

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