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Extreme Kaltfront hält Deutschland im Griff:

Probleme in der Fruchtlogistik und Verzögerung der Grünkohlernte

Tief „Elli" ist da. In Niedersachsen herrscht auf der A2 bei Hannover Schneechaos, die Fahrbahn Richtung Dortmund ist nach einem Unfall gesperrt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee. In Berlin und NRW hingegen kann erst mal aufgeatmet werden. Hier wurden die Unwetterwarnungen aufgehoben. Lediglich in den Höhenlagen NRWs, im Sauerland und Ostwestfalen, bleibt sie bestehen.

© Se-Sa GmbH
Blick auf die Hamburger Großmarkthalle im Schnee.

Kälteeinbruch folgt auf getrübtes Weihnachtsgeschäft
Das Winterwetter sei für den Handel mit Obst und Gemüse nicht gerade vorteilhaft, heißt es vonseiten des Berliner Großmarktes. "Es gibt hier tagsüber teilweise Temperaturen um bis zu -10 Grad. Das hat entsprechende Einflüsse auf unseren Sektor: Die Gastronomie wird weniger frequentiert, Wochenmärkte finden nur bedingt statt und auch im Handel wird bei dem Wetter weniger eingekauft", berichtet ein dort ansässiger Händler und verweist auf das ohnehin schon enttäuschende Weihnachtsgeschäft.

© Krause Spedition
Ein Lkw der Spedition Krause aus Celle (Niedersachsen).

Auch auf dem Hamburger Großmarkt macht sich das Schneewetter im Geschäft bemerkbar. "Regionale Wochenmärkte finden zwar statt, werden aber deutlich weniger frequentiert. Viele Bestellungen werden dementsprechend in letzter Minute zurückgezogen, was für uns sehr nachteilhaft ist", so ein dort ansässiger Fruchtgroßhändler. Auch auf Beschaffungsebene stellt die Kaltfront den Sektor vor große Herausforderungen. Probleme in den Seehäfen mit Schiffs- und Lkw-Verspätungen seien dabei an der Tagesordnung. "Bei ägyptischen Lauchzwiebeln etwa, sehen wir uns seit circa einer Woche mit Engpässen und entsprechenden Preisanhebungen konfrontiert."

© Fruit Security GmbH
Beschneite Obstanlagen im Alten Land.

Extremwetter erschwert Fruchtlogistik
Die derzeitige Wetterlage führt auch auf Logistikebene teilweise zu großen Herausforderungen. "Unsere Abnehmer befinden sich in ganz Deutschland und wir fahren viele von denen mit eigenen Lkws an. Bei dem Wetter müssen wir einerseits zusätzliche Fahrzeit um bis zu 30 Minuten je 100km einkalkulieren. Andererseits müssen auch zusätzliche Ressourcen berücksichtigt werden, da wir unsere Lkws entsprechend beheizen müssen, was bei den heutigen Energiepreisen erheblich zu Buche schlägt", skizziert Pilzgroßhändler Ramazan Gülnar des in Münster-Roxel beheimateten Unternehmens Paris Direkt GmbH.

© Wehenpohl Obst- und Gemüsebau
Blick auf einen Grünkohlacker im Oldenburger Münsterland.

Überflüssiger Schneefall gefährdet Grünkohlernte
Im Oldenburger Münsterland – der Grünkohlhochburg Norddeutschlands – führt der jetzige Schneefall zu einer Verzögerung der Erntearbeiten, da die Felder für die Erntemaschinen teils unbegehbar seien. "Es liegt im Moment bis zu 10cm Schnee auf den Beständen und es ist schwierig zu sagen, wie der Kohl aussieht, wenn der Frost vorbei ist. Ab Ende November haben sich die Bestände stark abgebaut, sodass die Erträge nicht mehr gepasst haben. Einige Flächen im Umkreis wurden bereits aufgegeben und konnten gar nicht mehr geerntet werden. Wir haben nur noch ein paar Hektar stehen und ich hoffe, dort noch etwas ernten zu können", berichtet ein Grünkohlerzeuger auf Nachfrage.

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