Mit der Einführung von Vivo by REO macht REO einen neuen Schritt im Preissegment. Dies geschieht in einer Saison, die alles andere als selbstverständlich verläuft. „2025 kann man kaum als ein großartiges Jahr bezeichnen", sagt Remie Dewitte von REO. „Die Preise für viele Gemüsesorten lagen deutlich unter denen der vergangenen Saisons, sodass wir hofften, dass die letzten Wochen des Jahres noch für eine gewisse Erholung sorgen konnten. Das vorhergesagte kältere Wetter sollte die Nachfrage nach Wintergemüse ankurbeln."
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Die Kälte hat jedoch weitgehend auf sich warten lassen, was sich unter anderem deutlich auf den Lauchmarkt ausgewirkt hat. „Ohne einen richtigen Wintereinbruch bleibt die Nachfrage zurück und es ist schwierig, eine gesunde Preisbildung zu erreichen. Wir benötigen Kälte und einen darauf folgenden Nachfragemarkt, um den Absatz wieder anzukurbeln", erklärt er.
Druck durch ausländische Konkurrenz
Neben dem Wetter spielte auch die internationale Konkurrenz während der gesamten Saison eine Rolle. „Fast das ganze Jahr über gab es Druck aus dem Ausland. Verschiedene Länder konnten kontinuierlich Produkte anbieten, was den Markt zusätzlich unter Druck setzte. Trotz guter Mengen bei REO blieb die Preisgestaltung bei vielen Produkten hinter den Erwartungen zurück."
Um den Export von Lauch dennoch zu unterstützen, reagierte REO flexibel auf die Nachfrage des Marktes. „In bestimmten Zeiträumen konnten wir dank alternativer Verpackungsformen zusätzliche Mengen absetzen. So verkauften wir 2025 dreimal so viele Holzkisten für Lauch wie 2024. Auch die neue REO Flandria-Lauchbox wurde vom Markt sehr positiv aufgenommen."
Thrips als anhaltende Herausforderung
Ein wiederkehrendes Thema in dieser Saison war der Thripsdruck. „In einigen kritischen Zeiträumen war dieser erheblich, und unter den gegenwärtigen Umständen ist es sicher, dass dies auch in Zukunft eine Rolle spielen wird. Die Erzeuger haben immer weniger Mittel, um diesen Druck vollständig unter Kontrolle zu halten."
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Laut REO ist dies eine klare Aufgabe für die gesamte Kette. Philiep Willems, Vertriebsleiter bei REO: „Saatgutunternehmen suchen aktiv nach Sorten mit einer besseren Thripsresistenz, und wir verfolgen diese Entwicklungen aufmerksam. Gleichzeitig müssen auch Abnehmer und Verbraucher lernen, mit leichten Thrips-Schäden zu leben. Qualitativ ist an diesem Lauch nichts auszusetzen, nur dass er nicht so perfekt aussieht. Dabei ist eine korrekte Information der Verbraucher von entscheidender Bedeutung."
Vivo by REO als kommerzielle Lösung
Mit Vivo by REO will die Genossenschaft genau darauf eine Antwort bieten. „Unter dieser neuen Marke vermarkten wir unter anderem hochwertigen, unsortierten Lauch in der Größe 2–4, bei dem leichte Thrips-Schäden zulässig sind. Das Produkt wird täglich über einen Vermittler angeboten und in Standard-Lauchkisten auf großen Einwegpaletten verpackt, die mit einem VIVO-Kistenetikett versehen sind."
Gleichzeitig bleibt Sublime-Lauch, der mit der neuen Strategie der Nachfolger der Marke Fine Fleur ist, das Spitzensegment innerhalb des REO-Angebots. „Dieses Produkt muss zu hundert Prozent den strengsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Das bedeutet auch, dass wir zu bestimmten Zeiten bewusst keinen Sublime-Lauch anbieten können. Nur so können wir garantieren, dass es sich um das qualitativ hochwertigste Produkt auf dem Markt handelt."
Die Basis des Lauchverkaufs bleibt jedoch REO Flandria-Lauch. „Den bieten wir täglich über die Versteigerungsuhr an. Das Flandria-Gütesiegel ist in ganz Europa bekannt und bleibt sowohl für Erzeuger als auch für Abnehmer ein starker Trumpf."
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Mit Blick auf Hydro-Lauch und REO NOVA
Auch im Bereich Innovation bleibt REO nicht untätig, sagt Remie. „Mit Hydro-Lauch befinden wir uns noch in der Startphase. Die Anlage in Ypern bleibt eine Forschungsanlage. Im Jahr 2025 hatten wir mit unvorhergesehenen Umständen zu kämpfen, die die Ernte verzögert haben, aber die erste Saison war vor allem eine Lernphase. Die Erwartungen bleiben positiv. Wir sehen ein deutliches Interesse seitens des Handels, sowohl für den Fernhandel als auch seitens des belgischen Einzelhandels. Anfang 2026 wird Hydro-Lauch unter der Marke REO NOVA auf dem belgischen Markt erhältlich sein."
„Gemeinsam schmeckt es am längsten"
Für REO bleibt die Herausforderung auch im nächsten Jahr klar. „Wir wollen weiterhin Lauch anbieten, mit dem die Abnehmer zufrieden sind, die Produzenten unterstützen und ihnen bei Bedarf Arbeit abnehmen und die Marktentwicklungen genau beobachten. Oder, wie es bei REO zusammengefasst wird: „Gemeinsam schmeckt es am längsten."
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