Wie in Italien sinkt auch im restlichen Europa die Nachfrage nach Obst und Gemüse. Selbst kurz vor den Feiertagen bleibt der übliche Preisanstieg um Weihnachten aus. Normalerweise sorgt diese Zeit für eine höhere Nachfrage und höhere Preise, aber dieser Effekt bleibt in diesem Jahr aus.
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„Wir befinden uns mitten in der Saison für Gemüse und Zitrusfrüchte, aber das Angebot bleibt hinter den Erwartungen zurück. Der Verbrauch geht in ganz Europa zurück. Wir sehen denselben Trend wie in Italien", sagt Claudio D'Alba, CEO der Plantis Group, einem Obst- und Gemüsehandelsunternehmen, das sich auf den Export in die baltischen und skandinavischen Länder spezialisiert hat.
„In der Vorweihnachtszeit steigen die Preise normalerweise. Jetzt ist es sogar schwierig, zu verkaufen. Dem Markt fehlt es an Dynamik. Obwohl der Rückgang der Absatzzahlen begrenzt ist, liegen die Preise um 20 bis 30 % niedriger. Das sorgt für Unruhe und bringt der Branche wenig ein."
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Bei Kohlsorten ist die Lage stabil, obwohl auch hier die Preise deutlich niedriger sind als im Vorjahr, teilweise um bis zu 30 %. D'Alba erklärt, dass es im vergangenen Jahr kälter war, wodurch die Erträge zurückgingen und die Preise besser kontrollierbar blieben. In dieser Saison sorgt das warme Wetter hingegen für einen beschleunigten Ernteprozess. Dadurch muss der Markt in kurzer Zeit viel mehr Angebot verarbeiten, was zu einer Stagnation des Absatzes führt.
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„Dieser schwierige Absatz hat mehrere Ursachen. Einerseits kaufen die Verbraucher weniger. Gleichzeitig ist mehr Produkt verfügbar. Das milde Wetter in Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien sorgt für einen Überfluss an Blumenkohl und anderen Kohlsorten. Auch Zitrusfrüchte, die sich traditionell bei kaltem Wetter besser verkaufen, sind reichlich vorhanden. Länder wie Albanien, Italien, Griechenland und Spanien bringen alle Produkte von angemessener Qualität auf den Markt. Durch dieses reichliche Angebot sinkt das Verkaufspotenzial, selbst in Frankreich, einem Markt, auf dem der Absatz von Kohlsorten über Versteigerungen derzeit ebenfalls schleppend verläuft", so D'Alba. „Albanien und Griechenland bieten ihre Produkte zudem zu niedrigeren Preisen als Italien an. Das drückt den Markt weiter und veranlasst Händler, auch für italienische Produkte niedrigere Preise zu verlangen."
Als ob das noch nicht genug wäre, führen Streiks in Griechenland zu Verzögerungen beim Transport, insbesondere von Zitrusfrüchten. D'Alba: „Dadurch suchen Kunden zwar nach Handel in Italien, verlangen aber weiterhin Preise, die eher denen anderer Länder entsprechen. Und die können wir einfach nicht bieten."
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