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Clemens Götzinger von der Lindner Fruchtimport GmbH zur diesjährigen Zitrussaison:

"Normale Bedingungen ohne extreme Wetterlagen werden gefühlt seltener"

Im Gegensatz zum Vorjahr startete man dieses Jahr plangemäß in die spanische Zitrussaison. "Wir sind dieses Jahr von Unwettern verschont geblieben, sodass erste Eingänge unserer bewährten Premiummarke Diana bereits zwei Wochen früher als letztes Jahr bei uns eintrafen. Zum Saisonübergang zeichnete sich sowohl bei Orangen als auch bei Clementinen ein Engpass an dicken Kalibern ab, was vorrangig der Wasserknappheit im Ursprung geschuldet war. Kleinere Kaliber sind hingegen genügend und mit guter Qualität vorhanden", schildert Clemens Götzinger, Mitgeschäftsführer der Lindner Fruchtimport GmbH mit Sitz im Frankfurter Frischezentrum.

Marktprognosen zufolge werden die Angebotsmengen an dicken Kalibern im Laufe der Saison sukzessive aufholen. Dennoch sei die Nachfrage nach großfallenden Zitrusfrüchten für gewöhnlich vor allem am Anfang der Saison stark ausgeprägt, während sie im späteren Saison eher nachlässt, erläutert Götzinger des Weiteren.

© Lindner Fruchtimport GmbH

Preissensibilität gefährdet Markenobst
Die bewährte Zitrusmarke Diana gilt während der kalten Jahreszeit als saisonales Steckenpferd der Firma Lindner. Mit der Übernahme der Firma Soravia vor circa 18 Jahren erwarb man auch die exklusiven Vertriebsrechte der Marke im Rhein-Main-Gebiet. Auch im heutigen, teils hart umkämpften Marktumfeld findet das Qualitätsobst weiterhin guten Anklang. Götzinger: "Es gibt nach wie vor einen festen Käuferkreis, der markenorientiert kauft, und explizit nach der Marke fragt. Dass die Zitrusfrüchte der Marke DIANA nach der Ernte nur gewaschen und mit Naturwachs behandelt werden und die Schale somit zum Verzehr geeignet ist, ist für viele Käufer ein wichtiges Kriterium."

"Allerdings werden auch diese Kunden preissensibler, während die Kosten - ob Löhne oder Logistik - gleichzeitig steigen und das Produkt dadurch nicht günstiger wird. Während der Pandemie fand Diana als qualitativ hochwertiges Produkt, das ohnehin auf Wochenmärkten und im Facheinzelhandel gut etabliert ist, viel Beachtung. In der Zeit gönnte sich der Verbraucher schon eher mal etwas Gutes. Wenn Markenprodukte am Ende aber zu teuer sind, wird der Absatz einbrechen. Besonders mit den teilweise extrem günstigen Preisen - auch wenn die Qualität nicht immer vergleichbar ist", erläutert Götzinger.

Extremwetterlagen setzen Zitrusanbau zu
Neben den etablierten Orangen wie Navelina und dergleichen werden auch ausgefallene Sorten, etwa Cara Cara Orangen und Choco Orangen, immer häufiger als Alternative genommen, führt Götzinger weiter aus. Der Klimawandel stellt die spanischen Zitrusproduzenten derweil immer häufiger vor große Herausforderungen. "Oft fehlt bis Anfang November der für den Zitrusanbau benötigte Kontrast zwischen warmen Tagestemperaturen und deutlich kühleren Nächten. Das heißt, wir haben viel zu warme Nächte bis in den späten Oktober, gepaart mit dem bereits erwähnten Wassermangel und tendenziell fehlenden dicken Kalibern. Es scheint wohl nur noch zwei Szenarien zu geben: entweder gibt es zu wenig Wasser wie dieses Jahr oder unwetterartige Regenfälle wie letztes Jahr. Normale Bedingungen ohne extreme Wetterlagen werden gefühlt seltener."


Clemens Götzinger und Stefan Lindner beim Großmarktbesuch von FreshPlaza.de im Jahr 2024.

Getrübte Stimmung im Großhandel
Dreh- und Angelpunkt der Geschäftsaktivitäten der Firma Lindner ist und bleibt das örtliche Frischezentrum Frankfurt. Hier betreibt man sowohl ein klassisches Standgeschäft als auch einen Lieferservice für Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und Hotellerie. "Das allgemeine Stimmungsbild auf dem Großmarkt ist sehr verhalten bis schlecht. Die Großmarktkunden haben stark mit den LEH-Ketten zu kämpfen, besonders mit den Preisen, und können dadurch auf den Wochenmärkten bei Weitem nicht mehr die Margen erzielen wie früher. Erschwerend hinzu kommen die deutlich höheren Kosten, wie zum Beispiel der Mindestlohn. Auf langer Sicht nehmen die LEH-Ketten immer mehr Nischenprodukte ins Sortiment mit auf. Dies trägt entsprechend dazu bei, dass der Endverbraucher dort auch ausgefallene Artikel wie Physalis, Passionsfrucht oder Papaya vorfindet, weshalb der Wochenmarkt oder Facheinzelhandel wiederum weniger frequentiert wird."

Die bisherige Weihnachtskampagne sei nach Angaben der Lindner GmbH eher verhalten gewesen. Zum 4. Advent hin, rechne man mit starken Verkaufstagen. "Rückblickend verzeichnete man im hiesigen Frischezentrum vor allem in der zweiten Jahreshälfte teils massive Umsatzrückgänge. Dies entspricht auch dem bundesweiten Trend, denn auch Kollegen auf anderen Großmärkten berichten von einer ähnlichen Situation", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Clemens Götzinger
Lindner GmbH
Fruchtimport und Handelsgesellschaft
Josef-Eicher-Str. 10
60437 Frankfurt
Telefon: 069-401008-0
Telefax: 069-401008-25
[email protected]
www.lindnerfood.de

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