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BLE KW 7:

'Verfügbarkeit inländischer Äpfel schränkte sich leicht ein'

Einheimische Offerten bildeten weiterhin die Basis des Apfelangebotes. Meist lose, aber auch in Steigen aufgemacht präsentiert generierten Elstar, Boskoop, Tenroy und Braeburn meist eine hinreichende Beachtung. Insgesamt hatte sich die Verfügbarkeit inländischer Chargen laut BLE leicht eingeschränkt. Aus Italien stammten vorrangig Pink Lady, Granny Smith und Golden Delicious. Frankreich schickte mit Jazz, Honeycrunch und Pink Lady hauptsächlich Clubsorten, stets gelegt aufgemacht. Ergänzenden Charakter hatten niederländische, belgische und polnische Zufuhren.

Die Qualität der europäischen Partien konnte in der Regel überzeugen. Obwohl sich die Versorgung leicht verminderte, konnte der ruhige Bedarf durchgängig gedeckt werden. Das Interesse zeigte sich dabei durchaus freundlich. Die Händler hatten nur selten Anlass, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. Mancherorts kam es an den marktschwachen Tagen zur Wochenmitte vereinzelt zu Vergünstigungen, insbesondere bei den deutschen Artikeln. Doch auch Verteuerungen waren mitunter auszumachen.

Hier gelangen Sie direkt zum vollständigen Markt- und Preisbericht.

Einheimische Apfelernte fällt 2024 um 12,4 Prozent unter den zehnjährigen Durchschnitt
Der Apfel ist weiterhin das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Im Jahr 2024 verzeichneten die Obstbaubetriebe mit 872.000 Tonnen eine stark unterdurchschnittliche Apfelernte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2024 etwa 122.900 Tonnen oder 12,4 Prozent weniger Äpfel geerntet als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Grund für die geringe Apfelernte waren in erster Linie ungünstige Witterungsverhältnisse, die vor allem in den östlichen Bundesländern erhebliche Ernteausfälle von bis zu 90 Prozent gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt verursachten. Die anfangs ebenso schlecht prognostizierten Ernten in Nordrhein Westphalen fielen letztlich dann doch etwas besser aus.

Da die Apfelbaumblüte je nach Region meist erst Ende April beginnt und wir hierzulande immer früher wärmere Frühlingstage bekommen, beginnt sie häufig schon Wochen vorher. Die Folge, Spätfröste treffen die Apfelbaumblüte immer häufiger. So führten auch im letzten April Spätfröste und Hagelschläge in vielen Obstanlagen zu Frostschäden und einem schlechten Fruchtansatz. Im weiteren Vegetationsverlauf wirkten sich eine feuchtkühle Witterung und regional auftretende starke Niederschläge negativ auf die Fruchtentwicklung aus und begünstigten das Auftreten von Krankheiten. Nach endgültigen Zahlen waren die Auswirkungen jedoch geringer als im Rahmen vorläufiger Ernteschätzungen prognostiziert. Bei der ersten Ernteschätzung im Juli 2024 war noch erwartet worden, dass die Apfelernte im Jahr 2024 sogar um 26,3 Prozent oder 261.300 Tonnen geringer ausfallen würde als im zehnjährigen Durchschnitt.



Regional gab es mitunter große Unterschiede. Während die Menge geernteter Äpfel in nahezu allen Bundesländern deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre lag, erzielten die Obstbaubetriebe in Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den heimischen Apfelanbau, eine vergleichsweise gute Apfelernte. Diese lag mit 395.400 Tonnen etwa 19,4 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt und machte damit rund 45,3 Prozent der bundesweit geernteten Äpfel aus. Etwa drei Viertel (73,2 Prozent bzw. 638.900 Tonnen) der im Jahr 2024 geernteten Äpfel waren zur Vermarktung als Tafelobst vorgesehen. In der EU waren 2024 neben Deutschland vor allem auch Österreich, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien und Belgien von zum Teil erheblichen Ernteausfällen betroffen. Das führt insgesamt zu einer niedrigen EU-Ernte und infolgedessen auch weiter steigenden Preisen.

Birnen
Das Sortiment wurde weiterhin von italienischen Abate Fetel und Santa Maria dominiert. Aus der Türkei stammten überwiegend Santa Maria und nachgeordnet Deveci. Die Niederlande beteiligten sich hauptsächlich mit Xenia und Conference am Geschehen. Die Importe aus Übersee gewannen zwar an Relevanz.

Tafeltrauben
Südafrikanische Offerten herrschten vor, Partien aus Peru und Namibia folgten von der Bedeutung her. Das Sortiment fiel kontinuierlich sehr reichhaltig aus. Das Interesse konnte mit der Verfügbarkeit kaum Schritt halten. Obwohl die Qualität der Artikel noch überzeugte, mussten die Händler oftmals Vergünstigungen akzeptieren.

Orangen
Die Saison bog so langsam auf die Zielgerade ein: Sowohl die Verfügbarkeit als auch das Interesse schränkten sich ein. Die Spätsorten übernahmen das Ruder bei den Blondorangen. Die niedrigen Temperaturen taten der Nachfrage gut: Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich durchaus verbessert.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Präsenz der Mandarinen schmolz augenscheinlich dahin. Die niedrigen Temperaturen hatten das Interesse durchaus noch einmal angefacht, punktuell war dennoch eine gewisse Kundensättigung nicht von der Hand zu weisen. Spanische Nadorcott und Tango dominierten die Szenerie, gefolgt von israelischen Orri, welche in organoleptischer Hinsicht meist überzeugten.

Zitronen
Spanische Primofioro überwogen und standen mancherorts monopolartig bereit. Abladungen aus Italien, Ägypten, Griechenland und der Türkei ergänzten das Sortiment. Das winterliche Wetter hatte die Unterbringungsmöglichkeiten durchaus verbessert.

Bananen
Das Angebot genügte, um den kontinuierlichen Bedarf zu decken. Das winterliche Wetter hatte die Unterbringungsmöglichkeiten punktuell begrenzt. Die Bewertungen entwickelten sich uneinheitlich: In Frankfurt tendierten sie für das gesamte Sortiment aufwärts.

Blumenkohl
Italienische Offerten herrschten vor, spanische folgten mit deutlichem Abstand. Außerdem beteiligten sich Frankreich, die Niederlande und Belgien mit geringen Mengen am Geschehen. Die Verfügbarkeit wuchs an. Die Nachfrage konnte da nicht immer Schritt halten. Die Notierungen tendierten daher oftmals abwärts, zum Teil auch recht kräftig.

Salate
Bei Eissalaten konnte ausschließlich auf spanische Partien zugegriffen werden. Es etablierte sich infolge einer uneinheitlichen Qualität dennoch eine recht weite Preisspanne. Bei den Kopfsalaten gab es vorrangig belgische und italienische Chargen, französische ergänzten die Vermarktung.

Gurken
Spanische Chargen herrschten zwar vor, sie verloren insgesamt aber Marktanteile, da sich ihre Präsenz verminderte. Mitunter entstand eine Angebotslücke, welche zu anziehenden Notierungen führte. Die Anlieferungen aus den Niederlanden verstärkten sich ein wenig, dennoch gelang es nicht immer, das Interesse vollends zu stillen.

Tomaten
Es stand ein breitgefächertes und vielfältiges Sortiment bereit. Die Verfügbarkeit hatte sich insgesamt ausgedehnt. Generell konnte das Interesse mit der ausgeweiteten Versorgung nicht immer Schritt halten. Die Händler waren daher häufig zu sukzessiven Vergünstigungen gezwungen.

Gemüsepaprika
Spanische Partien dominierten, sie wurden von türkischen und marokkanischen Importen flankiert. Die Anlieferungen hatten sich eingeschränkt. Dies hatte Auswirkungen auf die Notierungen, die zum Teil stark anstiegen. Bis zu 20,‑ € je 5‑kg-Karton sollte man etwa in Frankfurt und Berlin bezahlen. Insbesondere die gelben Offerten verteuerten sich.

Quelle: BLE

Erscheinungsdatum:

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