Kartoffel-Marktbericht KW 34-35:

'Bedeutung europäischer Importe verschwand'

Einheimische Kartoffeln beherrschten das Geschehen. Ihre Präsenz weitete sich nochmals aus. Demgegenüber schwand die Bedeutung europäischer Importe, ob aus den Niederlanden, Frankreich oder Spanien. Die Nachfrage war laut BLE nicht besonders stark ausgeprägt und konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Die Notierungen lagen dabei deutlich über dem Niveau der Vorjahre.

Rheinland-Pfalz:
Das Angebot am Kartoffelmarkt ist gut ausreichend, aber nicht drängend. Die Nachfrage wird vor allem im nördlichen Berichtsgebiet als ruhig beschrieben, die Erzeugerpreise geben deutlicher nach als zuletzt erwartet. Im LEH sind auch wenig schalenfeste Kartoffeln aus übergebietlichem Zukauf vertreten. Kühle Temperaturen und das Ferienende in Rheinland-Pfalz und Hessen lassen eine Belebung der Nachfrage erwarten.

NRW:
Am Speisemarkt ist ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei weiter ansteigendem Angebot zu beobachten. Die Nachfrage ist bisher stabil. Der Industriemarkt bleibt unter Druck. Die Abnahme von Vertragskartoffeln steht weiterhin im Fokus. Währenddessen sind die Notierungen in Westeuropa erneut deutlich rückläufig.

Niedersachsen:
Die Rodungen im Land Niedersachsen sind im vollen Gange. Die Kartoffelmengen aus der Heideregion stiegen stetig an, berichtet der BVNON.

Hessen:
Die Kartoffelnotierungen im Land Hessen wurden im Vergleich zur Vorwoche erneut nach unten angepasst. Insgesamt wurden Preissenkungen zwischen 4,00-5,50 Euro/100kg für gesackte und lose Kartoffeln gemeldet. Im Bereich Verarbeitungsware blieben die Preise hingegen stabil.

Baden-Württemberg:
Vorwiegend festkochende Kisten/Kühlhausware wird zurzeit zu 62 Euro/100kg angeboten. Festkochende Ware wird mit 64 Euro/100kg leicht teurer gehandelt.

Schleswig-Holstein:
Hierzulande läuft die Haupternte der Kartoffeln. Die aktuelle Witterung bringt ausreichend schalenfeste Ware mit sich. Die Packer sind gut eingedeckt. Der LEH versorgt sich mit regionalen Knollen. So findet kaum Handel von Nord- nach Süddeutschland statt. Für eine Exporttätigkeit sind die hiesigen Kartoffeln zu teuer. In den Importländern versorgt man sich vorerst mit eigenen Erntemengen. Dementsprechend ist die aktuelle Nachfrage nach Kartoffeln überschaubar groß.

Nach den zum Teil starken Niederschlägen gibt es Probleme mit Fäule: Staunässe führte bei einigen Partien zu gammligen Knollen, die nun das Packen erschweren. Zudem gibt es mehr Kartoffeln mit Schorf als in anderen Jahren aufgrund der sehr trockenen Bedingungen zu Beginn der Pflanzenentwicklung.
Der Start der Kartoffeleinlagerungen wird hierzulande Anfang September erwartet. Nur einzelne Betriebe haben damit bereits begonnen.


Erscheinungsdatum:



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