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Alain Tulpin, Tulpin Group, Belgien:

"Sobald die volle Produktion aus Spanien oder Marokko kommt, wird Ägypten vom Markt verdrängt"

Die ägyptische Erdbeersaison ist noch im Gange, und nach einigen ruhigen Wochen im neuen Jahr nimmt auch die Nachfrage wieder zu. "Diese und letzte Woche war es in Spanien und Marokko regnerisch und kalt, während in Ägypten das Wetter sehr schön ist. Dann sieht man, dass es wieder besser läuft, aber man weiß nie, wie lange das anhält", sagt Alain Tulpin von der Tulpin Group.

"Eine normale Saison." So beschreibt Alain die Situation der ägyptischen Erdbeeren in diesem Jahr. "Und das ist in diesen Zeiten natürlich schon etwas Besonderes. Es gibt keine Spitzenwerte, aber die Probleme der vergangenen Jahre zeigen sich zum Glück in diesem Jahr auch nicht." Das Angebot für den niederländischen Markt ist jedoch abgeschlossen. "Wir bekommen nur Erdbeeren für den englischen und irischen Markt. Im Allgemeinen sind die Mengen ähnlich wie in den Vorjahren, aber der Druck auf die Preise hält wie in praktisch allen Branchen unvermindert an."

Qualitativ, erklärt der Unternehmer, sind die diesjährigen Erdbeeren in Ordnung. "Letztes Jahr hatte es in Ägypten um den 15. Dezember herum in bestimmten Teilen geschneit. Außerdem war es relativ kalt. Dieses Jahr hatten wir kurz vor Weihnachten Temperaturen um die 25 Grad, das hat auf jeden Fall geholfen."

Von den bekannten Problemen im nordeuropäischen Erdbeeranbau profitiert Ägypten jedoch nicht wirklich. "Davon wird vor allem Spanien profitieren. Normalerweise bekommt man Ende März schon gute Mengen belgische und niederländische Früchte. Das ist zwar relativ teuer, aber da spanische Erdbeeren schon eine Weile auf dem Markt sind, zahlen die Verbraucher im Allgemeinen lieber mehr für niederländische oder belgische Erdbeeren. Was man normalerweise Ende März hatte, wird dieses Jahr jedoch erst ab Ende April/Anfang Mai auf den Markt kommen. Es gibt also mehr Platz für das spanische Produkt. Ein weiteres Problem, das dann wieder auftauchen kann, ist, dass Erdbeeren aus Gewächshäusern und Plastiktunneln gleichzeitig auf den Markt kommen und es ein Überangebot geben wird."


Foto: Nik Deblauwe

Mit Blick auf die kommenden Monate erwartet Alain jedoch nicht besonders viele zusätzliche Herausforderungen. "Wir sehen, dass die Kaufkraft etwas geringer ist, aber davon haben wir noch nicht viel gespürt. Allerdings haben wir festgestellt, dass weniger Charterflüge für den Transport eingesetzt wurden." Was der Unternehmer am meisten beachten muss, ist die britische Quote. "Früher hatten sie die europäische Quote, aber seit dem Brexit hat das Vereinigte Königreich seine eigene Quote. Das ist ab dieser Woche vorbei, was bedeutet, dass alle Produkte wieder etwas teurer sein werden. Dann hängt alles davon ab, was aus Marokko und Spanien kommt. Jetzt ist das Angebot noch begrenzt, aber sobald die vollen Produktionen ab Mitte Februar hinzukommen, werden die ägyptischen Erdbeeren verdrängt. Das ist aber im Moment noch nicht der Fall."

Weitere Informationen:
Alain Tulpin
Tulpin Group
Kapellestraat 2A, Bus 6
8460 Oudenburg, Belgien
+32(0) 59 80 66 33
hq@tulpingroup.eu         
www.tulpingroup.eu       


Erscheinungsdatum:



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