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Jan Preiss von der Preiss Agrar e.K. zur aktuellen Importkampagne

"Ägypten wird voraussichtlich wenig Tafelorangen zu hohen Preisen nach Europa exportieren"

Die ägyptische Süßkartoffelsaison neigt sich bald dem Ende entgegen. Man blicke insgesamt auf eine durchwachsene Vermarktungssaison zurück, wie uns Jan Preiss vom Importunternehmen Preiss Agrar, Handel & Beratung e.K. aus Ebstorf mitteilt. "Die Ware aus europäischer Produktion, nicht nur aus Spanien und Portugal, sondern auch Deutschland und den Niederlanden, übt tendenziell mehr Druck auf die Importware aus Drittländern aus. Zusammen mit ziemlich starken Exportmengen aus Ägypten hat dies zu einem erheblichen Preisdruck bei den ägyptischen Süßkartoffeln geführt."

Erschwerend hinzu kamen in diesem Jahr die immense Kosten- und Inflationssteigerung, die das Kaufverhalten des Verbrauchers grundlegend verändert haben, fährt Preiss fort. "Der Verbraucher versucht nun beim Lebensmitteleinkauf zu sparen und auf überflüssige Artikel zu verzichten. Die Süßkartoffel hat sich zwar in den letzten Jahren rasch verbreitet, gehört aber nicht unbedingt zum europäischen Warenkorb wie etwa Kartoffeln oder Äpfel. Das hat sich in der schwächeren Nachfrage widerspiegelt. Insgesamt war der Absatz bei weitem nicht so zügig wie in den Vorjahren."

Frisch geerntete Süßkartoffeln der Sorten Bellevue und Beauregard (im Bild) werden in der Regel zwischen Ende August und Ende Oktober vermarktet. Lagerware wird bis Mitte-Ende Dezember verladen.

Spannende Zitrussaison steht bevor
Während die Versorgung mit ägyptischen Süßkartoffeln zur Neige geht, treffen mit den ersten Navel die ersten Tafelorangen ägyptischer Herkunft auf den Markt. Preiss: "Das Geschäft wird in diesem Jahr ganz anders sein als in den Vorjahren. Es gibt offenbar wenig großfallende Ware in Ägypten, demgegenüber treffen diese großkalibrigen Navel-Orangen auf eine sehr hohe Nachfrage in Südostasien. Wir müssen also damit rechnen, dass dieses Jahr nur wenige großkalibrige Tafelorangen zu hohen Preisen nach Europa exportiert werden. Die Kundschaft muss sich generell auf kleinere Orangen umstellen, zumal es auch in anderen Ursprungsländern weniger größere Früchte geben soll. Insofern steht uns eine herausfordernde Zitrussaison bevor."


Neben Tafelorangen bezieht die Preiss Agrar auch Industrie-Orangen der Sorte Baladi.

Verhaltene Erdnusskampagne
Die Preiss Agrar e.K. entstand vor nunmehr neunzehn Jahren und widmet sich dem Handel mit Agrarprodukten mit dem Schwerpunkt auf Frühkartoffeln und Orangen. Das Packgeschäft mit Speisefrühkartoffeln aus Drittländern startet in der Regel ab Mitte März richtig durch. Auch hier wird aufgrund gestiegener Produktionskosten sowie hohen Logistikkosten mit höheren Einstandspreisen zu rechnen sein.

"Normalerweise sind ägyptische und israelische Erdnüsse in verschiedenster Form zwischen Ende Oktober und Februar ebenfalls ein gefragter Artikel. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der Snackbereich in diesem Jahr eher zurückfährt und die Produkte weniger genommen werden. Hier ist aber auch zu erwähnen, dass Nüsse recht hochpreisig gehandelt werden und dass dieses Produktsegment momentan weniger im Fokus des Verbrauchers steht. In vielerlei Hinsicht ist 2022 ein absolutes Ausnahmejahr gewesen", resümiert Preiss abschließend.

Weitere Informationen:
Jan Preiss
Preiss Agrar, Handel & Beratung e.K.
Brüggerfeld 36
D-29574 Ebstorf
Telefon: +49 5822 947483
Telefax: +49 5822 947493
E-Mail: info@preissagrar.eu 
www.preissagrar.eu  


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