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Deutscher Import von frischem Obst und Gemüse im Jahr 2022 um mehr als 10 Prozent gesunken

Der deutsche Import von frischem Obst und Gemüse war im Oktober erneut deutlich (18 Prozent) niedriger als im Oktober 2021. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2022 lagen die Importe um 11 Prozent zurück. Es wird geschätzt, dass die deutschen Importe von frischem Obst und Gemüse im Jahr 2022 insgesamt 8,3 Millionen Tonnen erreichen werden. Das sind mehr als 10 Prozent weniger als im Jahr 2021. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Importe im Jahr 2022 ebenfalls deutlich geringer. Der Wert der Importe im Jahr 2022 wird jedoch mit 13,5 Milliarden Euro in der gleichen Größenordnung liegen wie in den Jahren 2020 und 2021.

Der deutsche Import aus den Niederlanden wird 2022 im Vergleich zu 2021 sogar um 15 Prozent zurückgehen. Dies betrifft dann den Import niederländischer Erzeugnisse. Einschließlich der Re-Exporte ist der Rückgang etwas geringer, da die Re-Exporte von Produkten wie Bananen, Trauben, Avocados und Blaubeeren ein Plus aufweisen.

Auch weniger aus Spanien und anderen Hauptlieferanten
Auch der deutsche Import aus dem anderen wichtigen Lieferland Spanien wird im Jahr 2022 weit hinter denen der Vorjahre zurückbleiben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2022 mit 2,6 Millionen Tonnen mehr als 10 Prozent weniger spanische Produkte nach Deutschland importiert als im Jahr 2021 mit 2,9 Millionen Tonnen. In den Jahren 2019 und 2020 werden rund 3,0 Millionen Tonnen frisches spanisches Obst und Gemüse nach Deutschland importiert. Die Importe aus Italien werden im Jahr 2022 mit 0,93 Millionen Tonnen um 8 Prozent hinter den 1,01 Millionen Tonnen von 2021 zurückbleiben. Von den dann nach Größe geordneten Importmengen haben folgende Länder im Jahr 2022 ebenfalls weniger nach Deutschland geliefert, und zwar: Costa Rica (-5 Prozent), Kolumbien (-6 Prozent), Ecuador (-19 Prozent), Polen (-18 Prozent) und Belgien (-3 Prozent). Mit anderen Worten: Alle Top-8-Länder liefern 2022 weniger frisches Obst und Gemüse nach Deutschland als 2021. Es folgten 3 Länder, die 2022 mehr nach Deutschland lieferten, nämlich Südafrika (+7 Prozent), Marokko (+15 Prozent) und Peru (+8 Prozent). Die Importe aus Frankreich und der Türkei waren erneut im Minus.

Von allen wichtigen Produkten weniger importiert
Bananen sind das mit Abstand wichtigste deutsche Importprodukt, wenn es um frisches Obst und Gemüse geht. Nach einem Anstieg auf 1,42 Millionen im vergangenen Jahr blieb es bei deutschen Bananenimporten bei 1,31 Millionen Tonnen. Es wurden weniger Bananen aus Ecuador, Kolumbien und Costa Rica importiert. Andererseits kamen mehr Bananen aus der Dominikanischen Republik, Guatemala und Panama. Übrigens werden mindestens 0,5 Millionen Tonnen Bananen über die Niederlande nach Deutschland gelangt sein und aus Belgien mindestens 250.000 Tonnen.

Deutlich weniger Import von Tomaten, dafür mehr aus Marokko
Tomaten sind das zweitgrößte Importprodukt Deutschlands. Im Jahr 2022 lagen die Importe mit 642.000 Tonnen sogar 15 Prozent unter den 756.000 Tonnen von 2021. Alle vorangegangenen Jahre lagen ebenfalls durchweg deutlich über 700.000 Tonnen importiert. Insbesondere aus den Niederlanden wurden 2022 weniger Tomaten importiert, nämlich 295.000 Tonnen gegenüber 387.000 Tonnen im Jahr 2021. Die spanischen Tomatenimporte lagen 2022 um 5 Prozent unter denen von 2021. Dies wurde durch ein Drittel mehr importierte Tomaten aus Marokko ausgeglichen, aber die 72.000 Tonnen marokkanisches Produkt sind viel weniger als die Importe aus den Niederlanden und Spanien. Auch von den beiden anderen Gewächshausprodukten, Gurken und Paprika, importiert Deutschland im Jahr 2022 weniger: 13 Prozent bei Gurken und 8 Prozent bei Paprika. Bei den Importen niederländischer Erzeugnisse waren es minus 12 Prozent bzw. minus 7 Prozent. Auch der Import dieser Produkte aus Spanien zeigte ein großes Minus.

Mehr Äpfel und Birnen aus Belgien und den Niederlanden.
Unter den wichtigsten Produkten waren die deutschen Apfelimporte im Jahr 2022 ebenfalls deutlich (fast 10 Prozent) geringer als im Jahr 2021. Vor allem aus den beiden größten Lieferländern, Italien und Polen, wurde weniger importiert. Andererseits wurden aus den Niederlanden und Belgien deutlich mehr Äpfel importiert. Auch die deutschen Birnenimporte aus Belgien und den Niederlanden waren 2022 höher als 2021 und auch als in den Vorjahren. Auch die deutschen Orangenimporte blieben 2022 deutlich (-10 Prozent) hinter den früheren Importen zurück. Die Importe aus dem mit Abstand wichtigsten Abnehmer Spanien blieben mit einem Minus von 5 Prozent recht stabil. Die Importe südafrikanischer Orangen blieben mit einem Minus von 8 Prozent ebenfalls angemessen, aber die Importe aus Italien, Griechenland und Ägypten wiesen ein großes Minus auf. Bei den größeren Produkten konnte sich der deutsche Traubenimport mit einem kleinen Plus behaupten. Große Verluste wurden auch bei Zitronen (-12 Prozent), Zwiebeln (-20 Prozent), Karotten (-25 Prozent), Salat (-10 bis -20 Prozent), Kohl (-25 Prozent), Zucchini (-16 Prozent) und Mangos (-19 Prozent) verzeichnet.

Es gibt auch einige Produkte, wobei der deutsche Import zugenommen hat, nämlich: Melonen (+20 Prozent), Avocados (+2 Prozent) und Blumenkohl/Brokkoli (+14 Prozent). Der Import von Heidelbeeren blieb im Jahr 2022 stabil, nachdem er in den Jahren zuvor kontinuierlich gestiegen war, und der Import von Himbeeren ging sogar zurück.

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Für weitere Informationen:
Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
www.fruitandvegetablefacts.com   
fruitvegfacts@gmail.com    


Erscheinungsdatum:



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