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Verhaltenes Exotengeschäft am Frankfurter Großmarkt:

"Mittlerweile muss man bei den Flugmangos bis zu 10 Euro je Kolli oben drauf legen"

Winterzeit ist Exotenzeit: Während der Vorweihnachtszeit werden Flugananas, -Mangos, Litschis und Co. bekanntlich in größeren Mengen nachgefragt und umgeschlagen. Doch die momentane Inflationssteigerung und die damit einhergehende Kaufkraftsenkung wirken sich spürbar auf das Geschäft mit ausgefallenem Flugobst aus, wie uns der Ein- und Verkauf der Josef Stapf Großmarkt GmbH mitteilt.

Erschwerend hinzu kommt die unverändert hohe Frachtraten, insbesondere im Bereich Luftfracht. Abdulaziz Maras, Exoten-Spezialist beim Frankfurter Großhandelsunternehmen, skizziert die Lage anhand von Flugmangos. "Vor zwei-drei Jahren lagen Flugmangos bei ca. 30 Euro je 6-kg-Kolli im Verkauf, mittlerweile muss man bis zu 10 Euro obendrauf legen. Bei den Flugmangos ist die Nachfrage noch vorhanden, bei ausgefalleneren Artikeln, wie etwa Grenadillas oder Übersee-Feigen aus Peru oder Brasilien, ist der Bedarf hingegen weit unter Durchschnittsniveau." Momentan vermarktet die Firma Josef Stapf peruanische Kent-Mangos in den Kalibern 11/12/13. "Wir hoffen, dass in den kommenden Wochen auch die beliebten Marktkaliber 9-er und 10-er vermehrt auf den Markt treffen."


Abdulaziz Maras

Litschis und Überseekirschen
Bei den Litschis, ebenfalls einem Renner im Dezember, wartet man sehnsüchtig auf die erste Flugware. Maras: "Noch vertreiben wir Schiffsware aus Mauritius, im Laufe der KW 49 erwarten wir die ersten Ankünfte an Flugware von der Insel Réunion, die unter dem etablierten Label Philibon vermarktet werden. In den Vorjahren konnten wir auch eine beträchtliche Nachfragesteigerung beobachten, sobald die erste Philibon-Ware erhältlich war. Ob das auch in diesem Jahr der Fall ist, bleibt allerdings abzuwarten."

Auch Überseekirschen finden traditionell guten Anklang während der Weihnachtsfeiertage, weiß Maras. "Aktuell beziehen wir unsere Kirschen sowohl aus Chile als auch Südafrika. Kurz vor Weihnachten gibt es dann im Normalfall die ersten Ankünfte aus Kanada und Tasmanien. Aufgrund der hohen Beschaffungskosten und der tendenziellen Saisonverlängerung in den genannten Ursprungsländern, schließe ich jedoch nicht aus, dass man zum Teil auf kanadische und tasmanische Kirschen verzichten wird."

Flugananas verliert tendenziell an Bedeutung
Im Exotengeschäft habe sich Maras zufolge in den zurückliegenden Jahren einiges getan. Avocados haben sich mittlerweile zum Ganzjahresartikel entwickelt, während gewisse Artikel, allen voran die Flugananas, an Marktanteilen eingebüßt hat. "Wir bieten zwar nach wie vor 12 Monate im Jahr Flugananas an, dennoch ist Schiffsware aus Kostengründen sowie aufgrund der Qualitätssteigerung attraktiver geworden. Dennoch beobachten wir etwa zwei Wochen vor Weihnachten in der Regel eine beträchtliche Nachfragesteigerung bei Flugananas."


Flugananas und -Mangos

Angespannte Stimmung am Frischezentrum
Ähnlich wie auf vielen anderen Großmärkten Deutschlands sei die Stimmung auch in Frankfurt eher getrübt, fährt Maras fort. "Während Corona hat es insgesamt ein Wiederaufleben des Großmarktes gegeben, das dreht sich nun wieder. Dies spiegelt sich unter anderem auch in der Einkaufsmenge pro Abnehmer wider, insbesondere bei den höherpreisigen Produkten. Insofern geht die Tendenz eher nach unten."

Weitere Informationen:
Abdulaziz Maras
Josef Stapf Großmarkt GmbH
Frischezentrum Frankfurt
Telefon: +49 (0)69 400502200
office@josef-stapf.de 
www.josef-stapf.de    


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