Deutschland importierte im September erneut deutlich weniger Obst und Gemüse aus den Niederlanden

Nachdem sich die deutschen Importe von frischem Obst und Gemüse im August mit einem kleinen Minus zu erholen schienen, war im September wieder ein deutlicher Rückgang, genau wie vor dem August, zu verzeichnen. Im September dieses Jahres wurden insgesamt 577.000 Tonnen frisches Obst und Gemüse importiert, gegenüber 625.000 Tonnen im September letzten Jahres.

Wie in den vorangegangenen acht Monaten waren es vor allem niederländische Erzeugnisse, die im September weniger auf den deutschen Markt kamen; 107.000 Tonnen in diesem September gegenüber 135.000 Tonnen im September 2021. Die Importe Spaniens blieben im September stabil. Darüber hinaus sind die Importe aus Italien im September erheblich zurückgegangen, ebenso wie die Importe aus Polen. Im September kamen jedoch mehr aus Costa Rica und Südafrika. Die Importe aus Marokko waren im September gering.

84.000 Tonnen weniger Tomaten aus den Niederlanden
Im Zeitraum von Januar bis September lagen die deutschen Importe von frischem Obst und Gemüse um 700.000 Tonnen oder 10 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aus Spanien kamen 8 Prozent weniger und die Importe aus den Niederlanden gingen sogar um 18 Prozent zurück. Von 1,18 Millionen Tonnen im Jahr 2021 auf 0,97 Millionen Tonnen in den ersten 9 Monaten dieses Jahres. Das sind insgesamt 210.000 Tonnen weniger an Importen aus den Niederlanden.

Tomaten sind das wichtigste Importprodukt aus den Niederlanden. Der Import niederländischer Tomaten ist in den ersten 9 Monaten dieses Jahres auf 228.000 Tonnen gesunken, gegenüber 312.000 Tonnen im gleichen Zeitraum 2021. Mit anderen Worten: Die Importe aus den Niederlanden gingen um 84.000 Tonnen zurück. Die deutschen Tomaten-Importe waren insgesamt um 97.000 Tonnen geringer. Während die Importe aus Spanien auf demselben Niveau blieben, lieferten Belgien, Frankreich und Italien ebenfalls deutlich weniger. Dies wurde durch ein starkes Wachstum der Importe von marokkanischen Tomaten ausgeglichen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg diese Menge von 36.000 auf fast 50.000 Tonnen.

Auch weniger Gurken und Paprika
In den ersten 9 Monaten waren die deutschen Importe der beiden anderen wichtigen Gewächshausprodukte Gurken und Paprika aus den Niederlanden ebenfalls niedriger. Die Anbaufläche für Gurken fiel um 11 Prozent von 209.000 auf 188.000 Tonnen und die für Paprika von 109.000 auf 103.000 Tonnen. Es wurden auch weniger Gurken und Paprika aus Spanien nach Deutschland importiert. Die Niederlande und Spanien sind bei den Importen dieser beiden Produkte recht dominant.

Fast 100.000 Tonnen weniger Bananen
Tomaten und Gurken waren jedoch die beiden Produkte, deren deutsche Importe in diesem Jahr sowohl im September als auch im gesamten Zeitraum von Januar bis September deutlich geringer waren als im Vorjahr. Auffällig war auch der starke Rückgang der Bananenimporte. In den ersten neun Monaten sank dieser um 8 Prozent von 1,08 auf 0,99 Millionen Tonnen. Der Import anderer wichtiger Produkte ist in den ersten 9 Monaten ebenfalls zurückgegangen, darunter: Wassermelonen, Äpfel (im September wohl kleines Plus), Orangen (September +12 Prozent) und Zwiebeln. Die Importe von Weintrauben und Pfirsichen verzeichneten ein Plus.

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Für weitere Informationen:
Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
www.fruitandvegetablefacts.com   
fruitvegfacts@gmail.com    


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