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Zur Verhinderung von Kartoffelfäule:

Sieben Supermärktketten verpflichten sich ausschließlich widerstandsfähige Kartoffeln im Bio-Sortiment anzubieten

Ende letzter Woche haben 31 Handelsketten eine neue Vereinbarung unterzeichnet, in der sie sich verpflichten, vollständig auf robustere Bio-Kartoffelsorten umzusteigen. Das bedeutet, dass Bintje, Frieslander und Agria nicht mehr biologisch angebaut werden. Stattdessen werden sieben Supermärkte widerstandsfähige Kartoffelsorten anbieten, die gegen die Kartoffelfäule Phytophthora resistent sind, die in feuchten Sommern große Schäden verursachen kann. Durch die Umstellung auf robuste Sorten sind die Landwirte vor diesem finanziellen Risiko geschützt. Die neuen Kartoffeln sind nicht teurer und können auf lange Sicht sogar billiger sein, wenn dies zu stabileren Erträgen führt.

Sieben Einzelhändler, darunter Albert Heijn, Jumbo, Aldi, Lidl, Ekoplaza, Odin und Superunie, verpflichten sich nun, diese Kartoffelsorten zu fördern und zu verkaufen, mit dem Ziel, innerhalb von fünf Jahren ausschließlich widerstandsfähige Kartoffeln im Bio-Sortiment anzubieten. Sie fordern die Lieferanten außerdem auf, robuste Sorten für verarbeitete Kartoffelprodukte wie Chips, Pommes frites und Kartoffelscheiben zu wählen. Neben den Einzelhändlern haben auch 7 Lieferanten von Supermärkten, 11 Zuchtunternehmen und 6 Erzeugerverbände unterzeichnet.

Das bedeutet, dass Bintje, Frieslander und Agria nicht mehr biologisch angebaut werden. Die robusten Sorten, die ihren Platz einnehmen werden, sind noch weniger bekannt, aber nicht weniger hochwertig. Das große Angebot an robusten Sorten bedeutet, dass es eine große Auswahl an Geschmack, Farbe und Textur gibt. Die Kartoffeln sind nicht teurer und auf lange Sicht möglicherweise sogar billiger, wenn dies zu stabileren Erträgen führt.

2016 war ein heftiges Phytophthora-Jahr, in dem viele Biobauern ihre Erträge von rund 40 Tonnen auf durchschnittlich 22 Tonnen fallen sahen. Ein großer finanzieller Rückschlag. Wenn die Landwirte also nicht auf robuste Sorten umsteigen, riskieren sie einen Rückgang ihrer Erträge um 30-50 Prozent. 

Die vollständige Umstellung ist nicht nur eine gute Nachricht für Biobauern, sondern auch für den konventionellen Sektor. Wenn Landwirte sich für diese Sorten entscheiden, können sie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent reduzieren. Auch der Einsatz von Kupfer, das früher zur Bekämpfung von Phytophthora verwendet wurde, ist jetzt nicht mehr erforderlich. Kupfer ist schlecht für das Bodenleben. 

"Es war höchste Zeit für diesen Schritt. In den letzten Jahren hat sich der Sektor sehr für die Entwicklung resistenter Kartoffelsorten eingesetzt, weshalb wir jetzt vollständig auf einen robusten Anbau umstellen können. Das bedeutet auch, dass der Ball nun beim Verbraucher liegt. Sie können den Landwirt unterstützen, indem sie sich für eine Biokartoffel entscheiden", sagt Michaël Wilde, Direktor von Bionext, dem Handelsverband des Biosektors

Laut dem RIVM essen die Menschen in den Niederlanden durchschnittlich 72 Gramm Kartoffeln pro Tag, das sind etwa 26,3 Kilogramm pro Jahr. Jährlich verzehren sie etwa 454 Millionen Kilogramm Kartoffeln. Kartoffeln sind nach wie vor eine der wichtigsten Kulturpflanzen im niederländischen Ackerbau. Im Jahr 2020 gab es 9.300 konventionelle Kartoffelerzeuger, von denen 262 biologisch arbeiteten. In den Niederlanden werden auf 163.500 Hektar Kartoffeln angebaut, davon 1,25 Prozent biologisch, also etwa 2.054 Hektar (CBS, 2020). Gut für über 70.000 Tonnen Bio-Kartoffeln, die 14 Prozent des niederländischen Marktes versorgen.

Quelle: Bionext


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