Kartoffelpreise KW 43/44:

'Einheimsche Offerten herrschten augenscheinlich vor'

Einheimische Offerten herrschten augenscheinlich vor, nur punktuell wurden sie von den französischen Produkten flankiert, meldet die BLE. Das Sortiment hatte sich nicht wesentlich verändert. Vom Umfang her genügte es, um den Bedarf zu decken. Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich verschiedentlich aufgrund der Herbstferien eingeschränkt. Auswirkungen auf die Notierungen waren indes nicht zu verzeichnen. Die Preise verharrten meist auf dem Niveau der Vorwoche. In Frankfurt waren großkalibrige Artikel knapp und recht teuer. Dort befanden sich insbesondere festkochende Varietäten im Mittelpunkt des Interesses. 


Grafik: BLE

Rheinland-Pfalz: Eingeschränktes Angebot
Die ruhige Nachfrage nach Speisekartoffeln trifft derzeit auf ein eingeschränktes Angebot, da aus der ohnehin geringeren Ernte viele Partien dem Markt durch Schwitz- und Wundheilung im Lager nicht zur Verfügung stehen. Wo Lagerware schon abgerufen wird, sind deutliche Lageraufschläge notwendig um diese verfügbar zu machen. Bei Verarbeitungskartoffeln zur Frittenherstellung waren hingegen Preisabschläge zu verzeichnen, hier besteht ein Abgabedruck für die letzten Partien ab Feld, so die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Niedersachen: Speisekartoffelernte abgeschlossen
Abhängig von der Qualität sind weiterhin Zu- bzw. Abschläge möglich. Beachten Sie bitte folgende Markthinweise: Die Speisekartoffelernte ist abgeschlossen. Bei den frühen Sorten ist witterungsbedingt eine verstärkte Keimung festzustellen und für abgelagerte/schalenfeste Qualitäten besteht z.Zt. kein ganz großes Angebot, so der Bauernverband Nordostniedersachsen e.V. 

Hessen: Rodearbeiten abgeschlossen
Bis auf wenige Restflächen sind die Rodearbeiten in Hessen abgeschlossen, schreibt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Die Erträge sind häufig unterdurchschnittlich und liegen teils deutlich unter 40 t/ha. Am Kartoffelmarkt verläuft die Vermarktung in ruhigen Bahnen. Großkalibrige Ware ist gefragt und erzielt Aufgelder. Sowohl aus Lagern wie auch aus provisorischen Mieten steht derzeit Ware zur Verfügung. Unterdessen ist der Schwitzprozess noch im Gange. Bereits jetzt zeigt sich eine hohe Keimfreudigkeit. Zur Vorwoche bleiben die Preise unverändert.

Schleswig-Holstein: Begrenztes Angebot, ruhige Nachfrage
Deutschlandweit sind nur noch Restflächen, die gerodet werden müssen. Vielerorts kommt es zur Einlagerung der Kartoffeln. Das Angebot ist dadurch vorerst begrenzt, da die Ware derzeit im Lager durchschwitzen und schalenfest werden muss. Die Nachfrage fällt aktuell ruhig aus, so dass sich der Markt ausgeglichen zeigt. Das Preisniveau samt Aufschläge für Lagerware behauptet sich auch in dieser Woche. In geringerem Umfang finden Kartoffeln als Aktionsware einen flotteren Absatz, so die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Meldungen aus den Niederlanden zufolge sind dort 512 dt/ha auf einer ausgedehnteren Anbaufläche geerntet worden, in der Summe 3,9 Mio. t Speise- und Verarbeitungskartoffeln (2021: 3,3 Mio. t). Mit Bekanntgabe dieser Daten, gaben die Terminnotierungen an der Börse nach. Anders wird es in einigen Nachbarländern eingeschätzt. Die Ertragseinbrüche in Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, Rumänien und Belgien werden zweistellig erwartet, einhergehend mit einer knappen Versorgungslage im Verlauf der Saison.


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