William Nannes, J.P. Beemsterboer Food Traders:

"Der Zwiebelexport läuft eigentlich allen Exportländern gleich gut, nur im Senegal herrscht ein Überangebot"

Die Situation der niederländischen Zwiebelexporte hat sich in den letzten Wochen nicht allzu sehr verändert. "Der Zwiebelexport läuft eigentlich allen Exportländern gleich gut, nur nicht im Senegal. Man sieht, dass der Markt zu Beginn der Saison überversorgt ist. Inzwischen gibt es ägyptische, marokkanische und niederländische Zwiebeln auf dem Markt. Die Zwiebeln aus den anderen Herkunftsländern sind jetzt preiswerter, so dass der Export niederländischer Zwiebeln in den Senegal stagniert. Die große Frage ist, wie lange die anderen Länder noch liefern können. Ich persönlich erwarte, dass es gegen Ende des Jahres wieder eine Nachfrage nach niederländischen Zwiebeln geben wird", sagt William Nannes von J.P. Beemsterboer Food Traders.

Der Zwiebelpreis ab Station zeigt im Moment kaum Bewegung. "Gleichzeitig höre ich, dass beim Erzeuger 35 Cent für gute Partien im Dezember zahlen. Wenn man das beherzigt, reicht der aktuelle Preis ab Station nicht aus und es müssen noch ein paar Cent draufgelegt werden. Aber die Frage ist, ob das im Verkauf realisierbar ist. Die Nachfrage wird ausschlaggebend sein", meint der Exporteur. Er sagt, dass die Exporte der rosa Crimsun-Zwiebeln derzeit gut laufen. "Sie werden unter anderem in Afrika und der Dominikanischen Republik sowie im europäischen Einzelhandel verkauft", sagt er.

"Qualitativ gesehen ist es eine vernünftige bis gute Saison. Die schlechten Zwiebeln finden ihren Weg nach Polen. Natürlich gibt es einige Partien mit Fusarium, aber im Durchschnitt finde ich die Qualität nicht allzu schlecht", sagt William. "Was mich mehr beunruhigt - vor allem für die Verpacker - ist, wie sich die Exportmengen zu den Sortierkapazitäten verhalten. Wenn man davon ausgeht, dass wir in den Niederlanden 1 Million Tonnen Zwiebeln zu exportieren haben und man die aktuellen Exportzahlen von 30 Tonnen pro Woche anführt, dann bleiben davon nur noch 11.000 Tonnen pro Woche zur Verarbeitung übrig. Das bedeutet schlicht und einfach, dass der größte Teil der Sortierkapazität ungenutzt ist. Ich bin daher sehr gespannt auf die Ernteprognosen, die nächste Woche auf dem Euronion-Kongress für den Rest Europas vorgestellt werden."

Für weitere Informationen:
William Nannes
J.P. Beemsterboer Food Traders
+31 226396408
wnannes@beemsterboer.nl     
www.beemsterboer.nl 


Erscheinungsdatum:



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