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Nadir Sahin, Sahin Fruchtimport Karlsruhe, zur aktuellen Marktlage

"Die Verunsicherung in der Branche ist wie eine Kettenreaktion"

Auch am Karlsruher Großmarkt sei die momentane Situation recht angespannt. "Die Corona-Krise ist noch am Ende, bevor der Ukraine-Krieg begann. Das merkt man auch im Lebensmittelhandel: Wir haben nach wie vor einen treuen Kundenstamm, der bei uns einkauft: Die Einkaufsmenge pro Abnehmer ist jedoch geringer geworden, es werden häufiger kleinere Mengen eingekauft. Diese Verunsicherung in der Branche ist wie eine Kettenreaktion und zieht sich durch die ganze Lieferkette", fasst Nadir Sahin (r), Ein- und Verkäufer beim gleichnamigen Familienunternehmen, die derzeitige Lage zusammen.

Auf Produktebene seien die Auswirkungen der Krisensituation ebenfalls zu spüren, so Sahin. "Die Grundnahrungsmittel werden nach wie vor genommen, auf Luxusartikel wird hingegen merklich weniger zugegriffen. Wir sind auch gespannt wie das in den kommenden Monaten weiterläuft." Der Großmarkthändler weist dabei ebenfalls auf die Energiekrise hin. "In Sachen Gewächshausgemüse sind wir zum wesentlichen Teil auf Lieferanten in Belgien und den Niederlanden angewiesen. Noch spielt das Wetter mit und von Engpässen ist keine Rede, in einigen Wochen - sobald es kälter wird und die Treibhäuser normalerweise geheizt werden - wird man die Auswirkungen wohl bemerken."


Türkische Granatäpfel

Dementsprechend werden sich für andere Herkünfte - allen voran Spanien - wieder Chancen ergeben, glaubt Sahin. "In den zurückliegenden Jahren hat die spanische Winterproduktion schon tendenziell an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt aufgrund erschwinglicher Preise. Angesichts der Energieproblematik in Belgien und den Niederlanden wird es für die Spanier nun ein gutes Absatzjahr werden. Es ist aber davon auszugehen, dass auch die Spanier ihre Preise für Gewächshausware dann irgendwann wieder nach oben anpassen werden."

Seit letztem Jahr vermarktet die Firma Sahin auch die etablierte Zitrusmarke 'Der Flieger'

Erfreulicher Saisonauftakt bei türkischen Granatäpfeln
Währenddessen ist auch die türkische Granatapfelsaison im vollen Gange, fährt Sahin fort. "Erste Anlieferungen aus der Türkei trafen Ende September bei uns ein und der Saisonauftakt war sehr erfreulich. Die Preise zu Beginn der Saison sind im Vergleich zum Vorjahr etwas günstiger bei einer recht üppigen Versorgungslage."

Ferner habe der leicht säuerliche Granatapfel aus türkischem Anbau Sahin zufolge eine Monopolposition am Markt. "Die spanischen Granatäpfel sind erheblich süßer und stehen daher nicht in direktem Wettbewerb mit der Türkei. Dies ist umso vorteilhafter für die Türkei, da der Wettbewerb bei den herkömmlichen Granatäpfel in den zurückliegenden Jahren tendenziell steigt. Italien holt mengenmäßig stark auf, gleiches gilt für Nordafrika, etwa Tunesien und Ägypten."

Weitere Informationen:
Nadir Sahin
Sahin Fruchtimport GmbH
Weinweg 43 (Großmarkt)
76137 Karlsruhe
Tel: 0721 961850
Fax: 0721 9618599
info@sahingmbh.de      
www.sahingmbh.de  


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