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Paco Gómez von Agroejido:

"Hohe Temperaturen sorgen für ein großes Angebot und niedrige Preise für das Gewächshausgemüse von Almería"

Anfang letzter Woche gab es einen Wendepunkt in der Preisentwicklung von Gemüse aus Almería. „Nach unseren Informationen wird überall viel geerntet und das hat mit den momentan hohen Temperaturen zu tun“, sagt Paco Gómez, Geschäftsführer von Agroejido. „Die hohen Temperaturen im Sommer haben die Blüte bestimmter Kulturen beeinträchtigt und zu einem Produktionsrückgang geführt, der sich jetzt wieder erholt hat. Zu dieser Zeit kommt die ganze Ernte zusammen. Es gibt sowohl Erzeugnisse aus dem Spätsommer als auch aus dem Frühherbst. Dieses Überangebot führt zu niedrigen Preisen. Die Preise waren den ganzen Sommer über allerdings gut, viel besser als in anderen Jahren.“ 

Die Zucchini ist am stärksten betroffen. Bei unserer Auktion am 19. Oktober begann der Verkauf bei 64 Cent pro Kilo und endete bei 45 Cent“, sagt Paco. Nur eine Woche zuvor, am 13. Oktober, verzeichnete die Zucchini einen Kilopreis zwischen 1,20 und 1,45 Euro, mehr als das Doppelte. „Wir hören, dass es viele Zucchinis aus Drittländern auf dem Markt gibt. Zusammen mit dem größeren Angebot aus Almería sorgt dies für ein niedriges Preisniveau.“

„Die Gurke hat sich ähnlich entwickelt: Im August und September waren die Preise sehr gut, weil es kein großes Angebot gab, und jetzt ist festzustellen, dass ziemlich viele Plantagen in Produktion sind. In der Auktion vom 19. Oktober startete die Gurke aus Almería bei 43 Cent pro Kilo und endete bei 36 Cent. Der Preis der kurzen Gurke lag zwischen 44 und 63 Cent und der der französischen Gurke zwischen 30 und 39 Cent.“

„Auch bei Auberginen sind die Preise gesunken. Es ist daher kein Zufall, dass dies die drei Produkte sind, die am empfindlichsten auf Angebotsschwankungen reagieren“, sagt der Manager von Agroejido. Am 19. Oktober begann der Handel mit langen Auberginen bei der Agroejido-Auktion bei 50 Cent und endete bei 30 Cent. Eine Woche zuvor war laut Paco mehr als ein Euro zusammengekommen.

„Auch bei California-Paprikas gab es einen Abwärtstrend, obwohl die Preise ausnahmslos über dem Euro beginnen und dann allmählich auf ein Niveau von etwa 90 Cent sinken. Im Allgemeinen ist die Paprika ein Produkt mit einem ziemlich stabilen Preis, mehr als die anderen Gemüsesorten. Die Anbaukosten sind jedoch hoch und in den letzten Jahren ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den Anbaukosten nicht mehr groß. Wir gehen davon aus, dass die Verkaufspreise für die gesamte Saison über dem Euro liegen müssen, um die Anbaukosten zu decken.“

Andere Paprikasorten wie italienischer Paprika und Palermos verzeichneten ebenfalls gute Preise und lagen am Mittwoch, dem 19. Oktober, zwischen 0,93 Euro und 1,32 Euro pro Kilo bzw. 1,24 Euro und 2,81 Euro pro Kilo.

„Bei unserer Auktion arbeiten wir auch mit grünen Bohnen. Es handelt sich um ein Erzeugnis, das in Almería aufgrund der hohen Arbeitskosten Marktanteile verloren hat und dessen Produktion zunehmend in Drittländer verlagert wurde. Im Gebiet von Berja und Dalías werden jedoch weiterhin grüne Bohnen von hervorragender Qualität angebaut, die vor allem auf dem spanischen Markt verkauft werden: von den Großmärkten über den Horeca-Kanal bis hin zu den Gemüsehändlern. Die Bohnen der Sorte Strike starteten am 19. Oktober mit einem Preis von 4,27 Euro pro Kilo und endeten bei 3,25 Euro und die langen Peronas verzeichneten zunächst 3,26 Euro pro Kilo, bevor sie auf 2,20 Euro pro Kilo fielen.

„Ich denke, die Preise werden auf diesem Niveau bleiben, bis die Temperaturen zu sinken beginnen und sich die Produktion reguliert.“

Neue Bio-Linie
Agroejido hat dieses Jahr mit der Vermarktung von Bio-Produkten begonnen, genauer gesagt im vergangenen September. „Im Moment liefern wir hauptsächlich Zucchinis und California-Paprika, aber nach und nach werden wir die Produktpalette entsprechend der Nachfrage unserer Kunden erweitern. Unsere Bestandskunden bieten hauptsächlich konventionelle Produkte an und haben auch ein Bio-Sortiment.“ 

Die Zunahme des Bio-Anbaus in Almería ist bemerkenswert. Nach Angaben des andalusischen Landwirtschaftsministeriums ist die Bio-Gewächshausfläche in Almería im Jahr 2021 um rund 18 Prozent auf 4.800 Hektar gewachsen. Gegenüber 2013 beträgt die Steigerung 979,3 Prozent laut dem Bericht „Bilanz des ökologischen Anbaus in Andalusien im Jahr 2021“.

„Der Umstieg auf den Bio-Anbau in Almería ist relativ einfach. Schließlich halten sich die Erzeuger bereits an Umweltstandards, die nicht weit von denen des Bio-Anbaus entfernt sind. Bei manchen Kulturen wie der Paprika ist die Umstellung auf Bio eigentlich nur noch eine bürokratische Angelegenheit. In diesem Sinne hat Almería einen langen Weg zurückgelegt und der europäische Verbraucher kann sich beim Verzehr unseres konventionell angebauten Gemüses sogar vollkommen sicher fühlen. Die Umstellung auf Bio erfolgt im Rhythmus der Nachfrage“, sagt Paco Gómez.

Für weitere Informationen:
Agroejido
C/ La Parra S/N
El Ejido, Almería (Spanien)
Tel.: +34 950 48 91 05
info@agroejido.com
www.agroejido.com


Erscheinungsdatum:



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