Sarwat Radwan, AKL Exofresh, zum nahenden Saisonauftakt in Ägypten

"Später Start in eine unsichere Lauchzwiebelkampagne"

Die diesjährige Lauchzwiebelkampagne in Ägypten steht nun in den Startlöchern, wie uns der Geschäftsführer von AKL Exofresh, Sarwat Radwan (r), mitteilt. Voraussichtlich in der ersten Novemberwoche - um einen Monat später als im Vorjahr - werden die ersten Verladungen aus dem nordafrikanischen Land auf den deutschen Markt stoßen. "Wir starten dieses Jahr relativ spät in die Saison, was eindeutig auf den üppigen Bestand aus heimischer Erzeugung zurückzuführen ist. Wenn das Wetter mitspielt und man von einem akuten Kälteeinbruch verschont bleibt, wird es noch etwa 2-3 Wochen deutsche Lauchzwiebeln geben", schildert der Direktimporteur.

Die letzte deutsche Ware der diesjährigen Saison wird verhältnismäßig recht teuer gehandelt, die Kilopreise liegen mitunter bis zu 2 Euro/Kiste über dem durchschnittlichen Preisniveau, so Radwan. Dementsprechend müsse man auch mit hohen Preisen für die erste ägyptische Importware rechnen. "Der Lauchzwiebelmarkt ist in den letzten zwei Jahren extrem schwankend gewesen. Ende der Saison 2020/2021 war die Nachfrage extrem hoch, da sich die deutsche Ware aufgrund eines unerwarteten Wintereinbruchs verzögert hat. Es wurde überall nach Lauchzwiebeln gefragt, sogar aus den USA sind Lauchzwiebeln eingeflogen worden."

"Viele Produzenten haben auf diese Nachfragesteigerung reagiert, auch diejenigen, die eigentlich gar nichts mit Lauchzwiebeln am Hut hatten. Dies hat dann in der darauffolgenden Saison zu einer Überflutung des europäischen Marktes geführt. Aufgrund dessen sehe ich dieses Jahr von festen Lieferprogrammen ab. Stattdessen werden wir die Abnahmemengen je nach Bedarf steigern oder zurückschrauben", schildert Radwan des Weiteren.

Ägypten vs. Italien
Auch in diesem Jahr sei die Warenverfügbarkeit aller Voraussicht nach gegeben, fährt Radwan fort. Die ägyptischen Lauchzwiebeln haben sich außerdem im Laufe der Jahre einen guten Stellenwert am deutschen Markt erarbeitet. "Im frühen Bereich stehen wir im direkten Wettbewerb mit heimischer Ware, die aufgrund der kurzen Transportwege von Frische und Qualität zeugt. Der Transport unserer Schiffsware nimmt hingegen mindestens 7-9 Tage in Anspruch. Sobald die deutsche Saison beendet wird, konkurriert Ägypten nur noch mit Italien. Senegal und Marokko sind sozusagen neu auf dem Markt und bei Weitem nicht so stark wie die "Big Player" Ägypten und Italien."

Die AKL ExoFresh widmet sich vorwiegend dem Vertrieb am deutschen Markt, ergänzend wird Ware nach Frankreich, Schweden sowie in die Niederlande exportiert. "Ägypten hat vorher viel Ware entweder direkt oder über die Niederlande nach Russland geliefert, dieser Markt ist jetzt durch den Krieg und dem darauffolgenden Boykott größtenteils weggebrochen. Dieses Volumen muss aber trotzdem irgendwo platziert werden und ich schließe daher nicht aus, dass es auch in Nordwesteuropa mehr Mengen geben wird."

Weitere Informationen:
Sarwat Radwan
AKL ExoFresh GmbH
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44147 Dortmund
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