Sizilien: Wolkenbruch am 13. Oktober 2022

Eine weitere Überschwemmung auf den Feldern des roten Knoblauchs aus Nubia

Wir können dem Klimawandel oder dem Schicksal die Schuld geben, aber hinter den Folgen der Überschwemmungen steckt auch die Hand des Menschen, genauer gesagt die mangelnde Instandhaltung der von ihm selbst errichteten Infrastruktur", erklang es hart und bitter aus dem Mund von Giovanni Manuguerra am Tag nach dem Wolkenbruch in der sizilianischen Provinz Trapani und insbesondere in Salinagrande, einem Ort neben Nubia gelegen, dem Zentrum des Anbaus des berühmten roten sizilianischen Knoblauchs.

Die Fotos, die einen Tag nach der Flut aufgenommen wurden, sprechen für sich.

"Der Fluss Verderame ist über die Ufer getreten", so der Präsident von Coop RossoNubia weiter. "Es war zunächst nicht klar, ob die Dämme brachen oder der Fluss über die Ufer trat, aber die heftigen Regenfälle waren einfach nicht zu stoppen. Tatsache ist, dass die mangelnde Instandhaltung der Wasserläufe und Bewässerungskanäle, für die die Behörden zuständig sind, in hohem Maße zu den Überschwemmungen der umliegenden Felder beigetragen hat, die noch mit dem Wasser der vorangegangenen Regenfälle gesättigt waren. Sie sind inzwischen zu Sümpfen geworden und auch auf dem Boden von Nubia sieht es nicht viel besser aus." 

Der Boden kann die großen Mengen an Wasser nicht aufnehmen.  

"Und so ist es möglich, dass wir wie im letzten Jahr wieder viel zu spät säen können, was zu Ertragseinbußen und Qualitätsproblemen führt. Und das zusätzlich zu den steil ansteigenden Anbaukosten, die wir in der Kette ohnehin nur sehr schwer weitergeben können." 

Die Felder sind zu Wasserlöchern geworden. 

"Ich weiß, dass es noch zu früh ist, um genaue Aussagen darüber zu machen, wie sehr diese Wetterbedingungen die Ernte beeinträchtigen werden, aber was ich sagen will, ist, dass wir die Steuern zahlen und derjenige, der sie eintreibt, sie nicht verwendet, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen." 

Giovanni Manuguerra

"Und selbst wenn wir wollten, könnten wir nicht selbst in die Wartungsarbeiten eingreifen. Es handelt sich um eine öffentliche Infrastruktur, was bedeutet, dass wir definitiv eine Geldstrafe erhalten, wenn wir selbst mit der Reinigung der Wasserläufe beginnen würden. Nicht nur die Ernte, sondern Häuser wurden beschädigt und viele Möbel und andere Gegenstände gingen verloren. Trotz allem können wir uns glücklich schätzen, dass es keine Todesopfer gab. Hierfür sind wir den Rettungsdiensten besonders dankbar. Aber ansonsten fühlen wir uns völlig im Stich gelassen."


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