Kartoffel-Marktbericht KW 39:

"Die Geschäfte am deutschen Kartoffelmarkt verliefen ruhig aber zufriedenstellend"

Die Geschäfte am deutschen Kartoffelmarkt verliefen ruhig aber zufriedenstellend. Die Verfügbarkeit inländischer Partien dehnte sich laut BLE örtlich aus. Der Anteil neuer mehligkochender Chargen nahm dabei mancherorts zu. Angebot und Nachfrage waren meist aufeinander abgestimmt. Die Bewertungen waren nicht immer einheitlich, was die Forderungen etwas abschwächte, bleibten aber oftmals konstant, Vergünstigungen eine Ausnahme.

In München stieg der Anteil an bayerischen Moor-Sieglinde deutlich an, was die Forderungen etwas abschwächte. In Norddeutschland werden die Erntemengen niedriger erwartet als im Vorjahr. Zusätzlich werden einige belgische Pommes-Produzenten bereits sehr früh Ware in Deutschland einkaufen. Darum rechnet die Branche zukünftig mit kaum schwächeren, sondern eher mit anziehenden Kosten.

Rheinland-Pfalz: Geringe regionale Ernte
Die Folgen der Klimakrise führen zu einer geringeren Kartoffelernte - auch im Norden von Rheinland-Pfalz. Das ergab eine SWR-Umfrage bei verschiedenen Landwirten. Die kühlen Nächte begünstigen die Einlagerung, Rodearbeiten werden nur vereinzelt durch feuchte Witterung behindert, ergänzt die Landwirtschaftskammer. Auch die Gefahr fortschreitender Beschädigungen durch den Drahtwurm lässt die Erntearbeiten auf Hochtouren laufen. Der LEH hat mit Aktionen für größeren Gebinde begonnen, erste Rückmeldungen sprechen von überdurchschnittlichem Interesse. Die Preise bleiben weiterhin fest, wo Ware knapp ist, kann überregional ausgeglichen werden. 

Hessen: Unveränderte Preislage, stetiger Bedarf
Am hessischen Kartoffelmarkt bleiben die Preise unverändert zur Vorwoche, berichtet die Landwirtschaftskammer. Im LEH laufen wiederholt Verkaufsaktionen zu Preisen von 0,50 bis 0,60 EUR/kg im 10 kg-Sack. Insgesamt kann der Bedarf bei weiterhin normaler Nachfrage bequem gedeckt werden. Aus der Haupternte steht jetzt ausreichend Ware zur Verfügung in teils unterschiedlichen Qualitäten. Einzelne Partien leiden unter recht hohen Absortierungen. Insbesondere großkalibrige Ware könnte jedoch in den nächsten Wochen gesucht sein. Regionale Niederschläge sorgen für Entspannung bei den Rodearbeiten.

Niedersachsen: Schleppende Rodung, konstante Nachfrage
Die Ernte in der norddeutschen Kertoffelhochburg Niedersachsen schritt wegen hoher Niederschläge nur langsam voran. Die Nachfrage blieb währenddesen konstant, zudem startete die Nachfrage aus den Zukaufregionen, berichtet der BVNON im neuesten Marktbericht

Schleswig-Holstein: Hauptteil der Ernte eingelagert
Am hiesigen Kartoffelmarkt dreht sich weiterhin alles um die Einlagerung. Am freien Markt stehen weniger Kartoffeln zur Verfügung, die Erzeuger lagern den Hauptteil ihrer Ernte ein. Die Nachfrage wird größer als das Angebot eingeschätzt. Der Preis steigt im Vergleich zur Vorwoche an. Für die Exportanfragen ist das Preisniveau zu hoch, so dass keine Geschäfte zustande kommen. Im Süden Deutschlands fehlen Mengen. Auch hier steht die Transportwürdigkeit im Fokus der Verhandlungen. Hinsichtlich der Qualitäten wird hier und da von Schorf berichtet. Der größte Anteil der Ernte kann jedoch ohne aktuell absehbare Probleme eingelagert werden, so die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. 


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