8.000 m2 gehen in Flammen auf, vorerst keine Sachschäden am restlichen Großmarkt

Großbrand trifft Packstation Halles Mandar am Großmarkt Rungis

Ein Großbrand am weltweit größten Frischezentrum Rungis in Paris hat am gestrigen Sonntag für Panik gesorgt. Eine riesige schwarze Rauchsäule hing den ganzen Tag über der Stadt. Am Vormittag wütete im Herzen des Frischezentrums ein Feuer in einer 8.000 m2 großen Halle. Rund 100 Feuerwehrleute waren daraufhin mit mehr als 30 Fahrzeugen im Einsatz, um die Flammen entsprechend unter Kontrolle zu bringen. Obwohl es keine Verletzten gab, hat der Großbrand die Packstation des Unternehmens Halles Mandar nahezu komplett zerstört.

"Es handelt sich um unsere Packstation, die die größtenteils abgebrannt ist", bestätigt ein Mitarbeiter der Gruppe Les Halles Mandar in einem Linkedin-Beitrag. Das Unternehmen mit 213 Mitarbeitern beliefert tagtäglich hauptsächlich Gastronomen, LEH-Märkte und Großhandelskunden in Zentral-Frankreich mit Obst und Gemüse. Laut Le Figaro gerieten Holzpaletten in Brand und die Flammen breiteten sich schnell im ganzen Gebäude aus. "Wir haben unsere Produktionsfläche verloren, in der wir hauptsächlich Sonderbestellungen für unsere Abnehmer verpacken und disponieren", sagte der Präsident von Halles Mandar, Shaoul Abramczyk, gegenüber AFP. "Wir sind schockiert, aber froh, dass es keine Verletzten gab", fügte er hinzu. 

Stéphane Layani erklärte gestern in einer Pressemitteilung: "Als Präsident des Großmarktes möchte ich Les Halles Mandar, die von diesem Brand schwer betroffen sind, meine Solidarität und Unterstützung zusichern. Die Zerstörung dieses Lagers ist ein großer Verlust. Auch wenn der Markt in Rungis morgen seinen Betrieb wieder aufnehmen wird, so ist doch der gesamte Markt im Kern betroffen, wenn ein Unternehmen eine solche Tragödie erlebt."

Großmarktgeschäft wird fortgesetzt
Während Halles Mandar die Bestellungen seiner Kunden in Rungis heute und in den nächsten Tagen nicht erfüllen kann, hat das MIN heute Morgen den Betrieb wieder aufgenommen. Obwohl das Thema heute im Mittelpunkt der Gespräche stand, sagten einige Marktfirmen, dass der Handel wie üblich abläuft und der Brand "absolut keine Auswirkungen" auf den Abholmarkt hatte. Das betroffene Lager ist auch relativ weit vom zentralen Umschlagsplatz entfernt.

Das bestätigt auch Nico Schaft von 888 Fruitcompany, der seit Jahren mit einem eigenen Verkaufsstand auf dem Pariser Großmarkt vertreten ist. "Die Versorgung mit Obst und Gemüse ist nicht gefährdet. Das Feuer beschränkte sich auf das Gebäude der Halles Mandar, das sich am Ausgang des Großmarktes befindet, etwa 300 Meter vom Großmarkt entfernt. Ansonsten verlief das Großmarktgeschäft wie gewohnt."

"Für das Unternehmen Halles Mandar sind die Auswirkungen enorm. Ich kenne diese Menschen seit 30 Jahren und habe Mitgefühl mit ihnen. Es handelt sich um ein ursprünglich jüdisches Unternehmen. Früher waren sie der einzige Empfänger von Carmel-Gewürzen auf dem Markt. Sie sind auf die Belieferung von Hotels und Restaurants in Paris spezialisiert und kaufen daher auch viel bei den anderen Großhändlern in Rungis. Sie haben gesehen, wie sich ihr Lebenswerk mit einem Mal in Luft aufgelöst hat. Wenn man das alles neu aufbauen muss, ist man Jahre davon entfernt und außerdem gibt es hier auf dem Markt wenig Platz, um sich anderswo niederzulassen."


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