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Heiner Rothkopf zur diesjährigen Vermarktung der Gewächshauserdbeeren

"Aufgrund der Dürre müssen wir bei der Herbsternte mit Ernteverlusten um 30% rechnen"

In der modernen Gewächshausanlage von Heiner Rothkopf in Euskirchen wachsen und gedeihen von April bis in den November hinein regionale Erdbeeren. Im Interview spricht er über die diesjährige Erntekampagne, die als besonders herausfordernd in Erinnerung bleiben wird, sowie über die längerfristigen Perspektiven im geschützten Anbau.

Seit Ende August befindet man sich in der sogenannten Herbsternte, die dazugehörige Pflanzung erfolgte Mitte Juli. "Die Dürre hat sich auch bei uns merklich auf die Kulturen ausgewirkt, weshalb wir mit einer schwächeren Herbsternte rechnen müssen. Ernteverluste bis zu 30 Prozent schließe ich momentan nicht aus", beziffert Rothkopf. In den beheizten Häusern werden vorwiegend die Sorten Falco und Elsanta kultiviert, in den unbeheizten Anlagen wächst die remontierende Sorte Florentina und ab 2023 die Lady Emma. "Bei der Florentina hat die Hitze die Pflanzen früher zum Erliegen gebracht, weshalb wir die Saison in den unbeheizten Häusern früher beenden werden müssen."


Heiner Rothkopf


Energieversorgung bis 2024 gesichert
Gerade im geschützten Anbau schaut man mit Sorge auf die rasant steigenden Energiepreise. Rothkopf: "Gott sei Dank hatten wir gerade rechtzeitig einen neuen Energievertrag bis 2024 abgeschlossen, weshalb die Energieversorgung nun erstmal gesichert ist." Nichtsdestotrotz sieht auch der Euskirchener Landwirt die Lage äußerst kritisch. "Gerade in der ersten Saisonhälfte, sprich Mai und Juni, waren die Erdbeerpreise teilweise katastrophal, was eindeutig auf die Überversorgung mit sowohl einheimischen als auch niederländischen Chargen zurückzuführen ist. Diese üppige Versorgungslage gibt es zwar jedes Jahr, einen solchen extremen Preisverfall wie in diesem Jahr gab es aber vorher in der Form noch nicht. Ab Juli hat sich der Markt wieder etwas erholen können, weshalb wir nun ein zufriedenstellendes Preisniveau bei einer guten, stabilen Mengenabnahme beobachten."



Durch den Einsatz von Nützlingen, etwa Hummeln und Raubmilben, wird ein nachhaltiger Anbauprozess gewährleistet. Somit kann auf chemische Bekämpfungs- und Pflanzschutzmittel verzichtet werden.


Nachhaltiges Kokossubstrat

Vermarktungstechnisch finden die einheimischen Gewächshauserdbeeren über verschiedene Absatzkanäle ihren Weg zum Verbraucher, fährt Rothkopf fort. "Etwa 40-50 Prozent geht an unseren größten Abnehmer Früchte Rosenbaum, der die Ware unter dem Regionalkonzept 'Rosenbaum Regional' in regionalen LEH-Märkten anbietet. Ein Viertel wird über unsere eigenen Erdbeerstände vermarktet, der Rest geht direkt an den LEH. Unabhängig vom jeweiligen Absatzkanal stellen wir fest, dass der Abverkauf sich immer mehr aufs Wochenende konzentriert. Das merkt man vor allem bei den Feiertagen im Mai, insbesondere bei einem verlängerten Wochenende dreht das Geschäft teilweise durch und wir kommen mit der Ernte und Fruchtlogistik kaum hinterher. In der Hinsicht ist die Vermarktung der Herbsterdbeeren etwas gleichmäßiger."

Durch die Stellagen können die Erdbeeren in Aufrechthaltung geerntet werden.

Vom Feldsalat- und Tomatenanbau zu Treibhauserdbeeren
Die Familie Rothkopf blickt auf eine lange Geschichte im Gemüsebau zurück. Anfänglich kultivierte man Tomaten und Feldsalat im Glashaus, ab 2012 stellte man den Betrieb sukzessive auf Erdbeeren um. Seit nunmehr sechs Jahren befasst man sich ausschließlich mit dem Anbau von Gewächshauserdbeeren. "Obwohl wir heutzutage nur eine Kultur anbauen ist das Risiko überschaubar, da die Menge kontinuierlich abfließt und der Energieverbrauch im Erdbeeranbau im Vergleich zu Feldsalat und Tomaten wesentlich geringer ist."

Weitere Informationen:
Heiner Rothkopf
Rothkopf Eifelgemüse GbR
Am Nonnenhof 5
53881 Euskirchen
TEL: +49 160 9794 1406
E-Mail : Eifel-Gemuese.Rothkopf@t-online.de 


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