Einheimische Kartoffel-Offerten prägten augenscheinlich das Geschehen. Die Verfügbarkeit dehnte sich währenddessen ein wenig aus. Mit den Varietäten Musica, Gala und Inovator wurde das Sortiment in Frankfurt nochmals ausgedehnt. Die Versorgung genügte laut BLE um den Bedarf mit Leichtigkeit zu decken. 

Insgesamt herrschte ein ruhiges Interesse vor, die Vermarktung lieg ohne größere Höhepunkte. Das spiegelte sich entsprechend in den Notierungen wider, die meistens konstant blieben. In Frankfurt kamn es zu einstandsbedingten leichten Verteuerungen. In Verlin etablierte sich für die letzten verbliebenen italienischen Produkte eine sehr weite Preisspanne: Einige Händler beendeten ihren Verkauf und wollten mithilfe der kräftigen Vergünstigungen eine Räuming erzwingen.

Bessere Rodebedingungen in Rheinland-Pfalz
Die Niederschläge in der 2. Hälfte der 36.KW haben die Erntebedingungen teils deutlich verbessert, so die Landwirtschaftskammer. Angebot und Nachfrage bleiben bisher dennoch klein, der Markt ist insgesamt sehr ausgeglichen. Die Preise verharren auf dem Niveau der Vorwoche und Vor-Vorwoche. Früher als sonst werden die Lager gefüllt, dadurch bleibt auch in Regionen mit besseren Erträgen der Druck auf den Markt gering. Die Absortierung bleibt weiterhin hoch, groß fallende Ware ist äußerst knapp. 

Schleswig-Holstein: Haupternte läuft
Die jüngsten Regenfälle erleichtern die Erntearbeiten. Das Angebot hat weiter zugenommen. Dennoch bleibt der Verkauf über die Hofläden und Wochenmärkte die wichtigste Absatzform. Die Erträge liegen meist auf einem mittleren Niveau. Es gibt laut der Landwirtschaftskammer jedoch erhöhte Absortierungen. Die kühleren Temperaturen erleichtern das Einlagern. Man hofft im späteren Verlauf Lagergeldaufschläge zu erzielen. Überregional gibt es viele Meldungen über Drahtwurmbefall, grüne Kartoffeln und Rodeschäden. Dies hat auch höhere Absortierungen zu Folge. Hierzulande konnten sich die Kurse  zuletzt behaupten. 

Niedersachsen: Gute Nachfrage, unveränderte Marktsituation
Aufgrund der weiterhin guten Nachfrage blieb die Marktsituation während der niedersächsischen Haupternte unverändert. Erste Nachfragen aus anderen Bundesländern konnten ebenfalls entsprechend bedient werden, berichtet der BVNON in der neuesten Kartoffelnotierung. 

Hessen: Belebende Impulse der Nachfrage fehlen weiterhin
Am hessischen Kartoffelmarkt setzt sich die stabile Preisentwicklung zur Vorwoche fort. Belebende Impulse von der Nachfrageseite fehlen bislang. Mit den kühleren Temperaturen wird jedoch mit steigendem Kaufinteresse gerechnet. Unterdessen versorgen sich preisbewusste Konsumenten vornehmlich bei Verkaufsaktionen mit Speiseware in Klein-Gebinden. Trotz regionaler Niederschläge bleiben die Rodearbeiten erschwert bzw. laufen verzögert an. Erträge und Qualitäten haben deutlich gelitten. In der Folge spekulieren Erzeuger auf Preisbefestigungen für einwandfreie Partien auf hinteren Terminen.