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Verschärfung des Leergutproblems

'Zusätzliche Container beginnen sich zu stapeln, vor allem in Europa und den USA'

In der dieswöchigen Ausgabe 580 des Sunday Spotlight wurde die Untersuchung über die mögliche Normalisierung der Lieferketten und die möglichen Auswirkungen auf die Leercontainerströme wieder aufgegriffen. Die diesem Modell zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Flexport Ocean Timeliness Indicator (OTI), der die Zeit misst, die von der Bereitstellung der Fracht bei den Exporteuren bis zur Übernahme durch die Importeure vergeht. Vor der Pandemie betrug die Transportzeit durchschnittlich 45 Tage und erreichte im Februar 2022 einen Höchststand von 112 Tagen, der sich seitdem auf 88 Tage verringert hat (Messung vom 26. August 2022).

Da sich die Transportzeiten verlängerten, blieben die Container in der ausgedehnten Lieferkette stecken, was zu den ersten Erhöhungen der Frachtraten in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 führte, zumal nicht genügend leere Container rechtzeitig nach Asien zurücktransportiert werden konnten. Angesichts des massiven Mangels an leeren Containern mussten die Spediteure neue Container bestellen, die in Asien hergestellt wurden, und diese wurden dann in die ausgedehnten Lieferketten eingespeist. Da die Transportzeiten nun kürzer werden, werden diese zusätzlichen Container wieder aus der Lieferkette herausgelöst, und sie beginnen sich zu stapeln, vor allem in Europa und den USA. Diese Entwicklung wurde bereits im Februar 2022 vorhergesagt, und diese Woche wurde geprüft, ob die Vorhersage zutrifft.

Die blaue Linie in der obigen Abbildung zeigt die derzeitige Prognose bezüglich des Überschusses an leeren Containern, die ausschließlich für dem Transpazifikverkehr nach Nordamerika freigegeben werden. Die orangefarbene Linie zeigt die Prognose vom Februar 2022. Wenn sich die Transportzeiten bis Anfang nächsten Jahres wieder normalisieren, werden im Rahmen des geplanten Netzbetriebs 4,3 Millionen TEU überschüssiger Container nach Nordamerika gelangen, die nicht ins Ausland befördert werden können. Das wird die leeren Containerdepots in den USA möglicherweise überfüllen, ein Problem, das sich bereits abzeichnet.

Für mehr Informationen: sea-intelligence.com


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