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Brandenburg:

Äpfel sind die Nummer 1 im Obstanbau, Anbau von Kirschen weiter rückläufig

2022 erfolgte in Brandenburg die Produktion von Baumobst auf 1.380 Hektar. Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2017 verringerte sich die Anbaufläche um 165 Hektar bzw. 11 Prozent. Die Zahl der Baumobst anbauenden Betriebe ist mit 116 unverändert geblieben. Die Äpfel sind nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die dominierende Frucht im Brandenburger Obstbau. Sie nehmen 59 Prozent bzw. 818 Hektar der zur Baumobsterzeugung genutzten Fläche ein. 2017 waren es 57 Prozent bzw. 873 ha. Der Tafelobstanteil bei Äpfeln liegt bei 74 Prozent. Fünf Jahre zuvor lag deren Anteil bei 75 Prozent. Alle anderen Äpfel werden zu den Wirtschaftsäpfeln gezählt, von denen ein großer Teil vermostet wird.

Elstar weiterhin die beliebteste Apfelsorte
Von den erfassten Tafelapfelsorten haben Elstar (17 Prozent), Gala (13 Prozent), Pinova (12 Prozent) und Jonagold (9 Prozent) landesweit die größte Bedeutung. Die Hauptanbaugebiete für Äpfel befinden sich in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Märkisch-Oderland sowie in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder).

Anbau von Kirschen weiter rückläufig
Mit 37 Prozent war der Flächenverlust bei den Süßkirschen am größten. Gleichzeitig sind Sie mit 240 Hektar die zweitwichtigste Obstart. Deren Pendant, die Sauerkirschen, werden dagegen nur auf 66 Hektar geerntet. Bei dieser Steinfrucht gab es einen Rückgang um 20 Prozent. Pflaumen einschließlich Zwetschen wachsen auf 121 Hektar. Dies Fläche entspricht einem leichten Anbauplus von 6 Prozent.

Von untergeordneter Anbaubedeutung sind in Brandenburg die Birnen. Diese können auf 57 Hektar gepflückt werden. Mit 20 Prozent ist die Sorte Conference bei den Birnen bestimmend. Eine positive Anbauentwicklung gibt es bei den sonstigen Obstbäumen, zu denen Quitten, Pfirsiche, Walnüsse und Haselnüsse gezählt werden. Hier wurde die Anbaufläche von 35 auf 68 Hektar ausgedehnt.

Anbau konzentriert sich auf wenige Gebiete
Regional gesehen befindet sich die größte Baumobstfläche mit 387 Hektar im Landkreis Potsdam-Mittelmark. 28 Prozent aller Obstbäume stehen in diesem Landkreis.

Ökologischer Baumobstanbau bei 32 Prozent
Der ökologische Anbau gewinnt mit einem Umfang von 32 Prozent auch beim Baumobst in Brandenburg weiter an Bedeutung. Dessen Anbaufläche wurde innerhalb der letzten 5 Jahre um 80 Hektar auf 447 Hektar ausgebaut. Dies bedeutet eine Erhöhung um 22 Prozent.

Brandenburgs Ökoanbauer produzieren auf rund 58 Prozent der Flächen Obst für die Weiterverarbeitung. Während die Anzahl der Obstbaubetriebe insgesamt konstant blieb, nahm der Anteil der Betriebe mit ökologischem Anbau im gleichen Zeitraum von 35 Prozent auf 46 Prozent zu.

Gemischte Bilanz zur diesjährigen Spargel- und Erdbeersaison
Mit 18 100 Tonnen stellt die diesjährige Spargelernte den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2015 dar, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Auch die Ergebnisse im Erdbeeranbau stellten die Erzeuger nicht zufrieden. Landwirte berichteten über Absatzschwierigkeiten und ein vorzeitiges Ende der Ernte.

In der Spargelsaison 2022 betrug die ertragsfähige Fläche in Brandenburg rund 3 800 Hektar und lag damit das sechste Jahr in Folge auf gleichbleibend hohem Niveau. Die Erntemenge ging jedoch stark zurück. Mit 18 100 Tonnen liegt sie um 14 Prozent unter der des Vorjahres. Das ist die geringste Erntemenge seit 2015. Damals wurden nur 15 300 Tonnen gestochen. Der Hektarertrag ging im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 48 Dezitonnen zurück.

Höherer Hektarertrag, doch insgesamt weniger Erdbeeren im Freiland
Freilanderdbeeren wurden auf rund 220 Hektar gepflückt. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Anbaufläche um fast 90 Hektar. Zuletzt wurden 1998 so wenig Erdbeeren im Freiland angebaut. Die Erntemenge betrug rund 1 300 Tonnen bei einem Ertrag von 59 Dezitonnen je Hektar. Der Hektarertrag liegt damit um 17 Prozent über dem des Vorjahres.

Geringer Ertrag bei Erdbeeren unter begehbaren Schutzabdeckungen
Erdbeeren unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (Folientunnel und Gewächshäuser) wurden auf etwas mehr als 50 Hektar geerntet. Gegenüber dem Vorjahr verkleinerte sich die Anbaufläche um etwa 5 Hektar. Gleichzeitig fiel der Ertrag mit knapp 90 Dezitonnen je Hektar erneut gering aus und lag gut 30 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt von 125 Dezitonnen je Hektar.

Quelle: http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/  


Erscheinungsdatum:



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