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Barbara Gamper vom Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VIP)

"Wir können zwölf Monate im Jahr Bio-Äpfel liefern"

Südtirol ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern beheimatet zudem einen Pionier im Anbau von Bio-Äpfeln. Der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VIP) zählt zu den größten Produzenten von Bio-Äpfeln in ganz Europa. Mit Barbara Gamper sprachen wir auf der Biofach über die Entwicklung des Bio-Apfelsegments von VIP. 


Barbara Gamper, Gerhard Eberhöfer und Cindy Emanuele auf der Biofach 2022

Gute Ernte - aber zehn Prozent weniger als im Vorjahr
"Die Ernte für 2022 wird Mitte/Ende Augst starten und verläuft bis etwa Oktober/November. Wir rechnen dabei mit einem Ertrag von 40.000 bis 42.000 Tonnen. Die Menge fällt dabei etwa zehn Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Letzthin hatten wir zwar einige wenige Hagelschäden, insgesamt sind wir aber mit der Qualität als auch der Quantität zufrieden", so Gamper.

280 Bio-Produzenten
Die Erzeugergenossenschaft aus dem Vinschgau besteht aus insgesamt 1.600 Produzenten, von denen 280 biologischen Anbau betreiben. "Wir von VIP kümmern uns um die Lagerung, Sortierung, Verpackung sowie um das Marketing und den Verkauf der Produkte. In den letzten Jahren kamen jährlich 30-40 Bio-Produzenten hinzu. Aktuell gibt es nur noch ein leichtes Wachstum. Der Anteil an Bio-Anbaufläche liegt aktuell bei 20 Prozent. Ich glaube, dass sich die Lage vorerst bei diesen 20 Prozent einpendeln wird", sagt Gamper.

"Wir vermarkten unsere Äpfel weltweit. Hauptmärkte für uns sind Deutschland und Skandinavien, aber natürlich auch unser Heimmarkt Italien. Beträchtliche Mengen werden ebenso nach England und Spanien und kleinere Mengen weltweit verkauft. Es gibt große regionale Unterschiede, was das Interesse an bestimmten Sorten betrifft. So werden im Süden beispielsweise eher süße Äpfel, während im Norden eher säuerliche Sorten konsumiert werden."

Nachhaltige Verpackung
"Möglichst ohne Plastik, so lautet die Devise für die Verpackung unserer Äpfel", so Gamper. Zum Verkauf seiner Äpfel verwendet das Unternehmen unter anderem Fruchtschalen, die zu 100 Prozent aus Karton oder Graspapier bestehen. "Das Tolle an dieser Verpackung ist, dass die Äpfel schonend transportiert werden und gleichzeitig komplett auf Plastik verzichtet werden kann. Die Maschinen für diese Verpackungen sind seit vier Jahren bei uns in Betrieb", so Gamper. "Wir möchten mehr und mehr auf Plastik verzichten und forschen entsprechend hierzu. Unser Anspruch bleibt aber stets, dass die Äpfel am Ende geschützt bleiben sollen, gerade in puncto Haltbarkeit, Transport, aber auch, wie sie in den Regalen aufbereitet werden." 

Ganzjährige Versorgung mit Äpfeln
"Der Anbau von Bio-Äpfeln hat eine lange Tradition im Vinschgau. Eine Besonderheit von uns ist, dass wir im Stande sind, zwölf Monate im Jahr Bio-Äpfel zu liefern - womit wir ein zuverlässiger Partner und Lieferant sind", sagt Gamper. 

Die Hauptsorte im Vinschgauer Bio-Anbau ist Gala. Gamper: "Wir bauen eine große Anzahl an traditionellen Sorten an. Zusätzlich dazu kommen sehr viele neue Vertrags- bzw. Clubsorten hinzu. Im biologischen Anbau sind aktuell resistente bzw. mehrfachresistente Apfelsorten ein großes Thema. An dieser Wand (siehe Bild) sieht man die wichtigsten Sorten, die unter anderem nach den jeweiligen Geschmacksrichtungen unterteilt sind."

Weitere Informationen:
VIP Gen. landw. Gesellschaft
Hauptstraße 1/c
39021 Latsch
Bozen/Italien
Tel +39 0473 723 300
Fax +39 0473 723 400
E-Mail: info@vip.coop
Webseite: www.vip.coop 


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