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Anneliese Vollweiler, Geschäftsführerin von Anevo Trading, zur Zwetschgensaison in Serbien:

"Die Stimmung am deutschen Markt ist sehr getrübt"

Die Zwetschgenernte wurde aufgrund von starken Stürmen und Hagelschlägen zurückgedrängt. Mit den ersten Verladungen der Sorte Čačaks Schöne bzw. Lepotica konnte Anneliese Vollweiler von Anevo Trading daher erst mit dem letztem Wochenende bzw. seit Anfang dieser Woche rechnen.

Rechts im Bild: Anneliese Vollweiler mit ihrem Sohn Jan Vollweiler, der ihre Nachfolge bei Anevo Trading antreten wird.  

Gute Ernte, niedrigere Preise im Vergleich zum Vorjahr
"Aufgrund des Unwetters waren die deutschen Zwetschgen schneller reif als die serbischen. Auch Bosnien, wo man noch mit der Konvertiblen Mark zahlt, war somit früher dran als Serbien. Davon abgesehen sind die Preise in Serbien um 0,20 bis 0,30 Euro teurer als die bosnische Ware. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Russland sehr viel aufkauft. Von Kirschen bis hin zu Nektarinen und Pfirsichen: So gut wie alles wird von Russland eingekauft. Auch Polen kam mit viel Interesse und Geld nach Serbien, um sich am Steinobst zu bedienen", sagt Vollweiler.

Zwar bestehe auch in Deutschland eine gewisse Nachfrage, jedoch seien deutsche Verbraucher vor allem auf die heimische Ware fokussiert, gefolgt von der EU-Ware, primär aus Italien. "Erst dann kommen Drittländer wie Serbien ins Spiel. Die Zwetschgen weisen eine gute Qualität auf. Außerdem kann Serbien gute Mengen anbieten mit Preisen, die sogar niedriger als im Vorjahr sind, aber im Vergleich zur bosnischen Ware trotzdem hochpreisiger sind", stellt Vollweiler fest. 

Lange Haltbarkeit dank Smart Fresh
Die Ware kommt sukzessive von hochgelegen Regionen von bis zu 1000 m. Die Saison hat um den 1. Juli herum begonnen und wird sich noch bis etwa Ende September hinziehen. "Dank Smart Fresh sind wir aber noch bis Ende Oktober im Stande, Zwetschgen zu liefern. Smart Fresh bietet eine Möglichkeit an, die Ware zu lagern, ohne das die Qualität darunter leidet." Hierbei handelt es sich vor allem um 40-50 mm große Früchte, die am deutschen Markt aber nicht so gefragt seien wie etwa die 32-35 mm große Ware.

Zwetschgen werden immer in 6-kg-Einheiten auf Eurotauschpaletten geliefert. "Kleinverpackungen werden in Deutschland portioniert, damit sie noch mal sortiert werden können. Sobald die deutsche Zwetschensaison in etwa 14 Tagen rum ist, wird es dann mit der nächsten Sorte, Stanley, bis September weitergehen. Mit Smart Fresh können wir die Haltbarkeit um fünf bis acht Wochen hinauszögern."

Russland weiterhin starker Käufer
Während im letzten Jahr noch Tausende Tonnen Ware aus Moldau nach Deutschland transportiert wurden, sehe sie dieses Jahr keinen Verkehr nach Deutschland. "Die Ware wird womöglich ausschließlich nach Russland verkauft. Russland kauft, was sie bekommen. Schließlich stehen Lebensmittel nicht so auf der Embargoliste wie Dual Use Items/Materialien." Vor allem Waren wie Sauerkirschen, aber auch anderes Steinobst werde zu Höchstpreisen an Russland verkauft.


Aprikosen der Sorte Donaurose bzw. Marille

Rot-grüne Nektarinen, die speziell für den russischen Markt kultiviert wurden, fänden in Deutschland kaum Absätze. "Die Stimmung am deutschen Markt ist sehr getrübt, denn die Verbraucher geben so wenig wie möglich aus und sind eigentlich nur an billiger Ware interessiert. Regionale Kirschen scheinen ebenfalls weniger gekauft zu werden, da vor allem auf türkische oder griechische Kirschen, die zum Teil für die Hälfte des Preises angeboten werden, gekauft werden. Verbraucher in Deutschland orientieren sich vor allem an den Preisen."     

Produktion von Bio-Ware stagniert
"Alle wollen auf Biegen und Brechen Urlaub haben", meint Vollweiler. "Lebensmittel lässt man dafür hinten anstehen und orientiert sich an der günstigsten Ware. Das höre ich auch von meinen Kunden. Und auch wenn der Markt für Bio-Waren wächst, so steht die Produktion längst nicht mehr so sehr im Vordergrund. Zumal es sich bei der Kundschaft wohl auch um eher wenige, meist privilegierte Haushalte handelt, die tatsächlich daran interessiert sind. Mittlerweile gibt es aber auch günstige Bio-Ware beim Discounter. Allerdings kann man sich hier die Frage stellen, inwieweit diese Ware tatsächlich auch Bio-Qualität entspricht."

Bilder: Anevo Trading GmbH

Weitere Informationen:
Anneliese Vollweiler
Anevo Trading GmbH
Fraunhoferstraße 16
D-91058 Erlangen
Tel (Deutschland): +49 (0) 170 581 79 70
Tel (Serbien): +381 (0) 63 611 855
E-Mail: info@anevo.de
Web: www.anevo-trading.com


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