Stefan Link zum Wassermelonenanbau im Nürnberger Knoblauchsland:

"2023 werden wir auch erstmals Freilandmelonen kultivieren, um die Saison entsprechend zu verlängern"

Seit Ende Juni herrscht Hochbetrieb im Melonentreibhaus der Familie Link im Herzen des Nürnberger Knoblauchslandes. Zum dritten Jahr in Folge befasst sich der Gemüsebaubetrieb mit dem Anbau sowie der Vermarktung von Wassermelonen. Und nicht ohne Erfolg, bestätigt Inhaber Stefan Link im Interview. Denn um der wachsenden Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden, wird man nächstes Jahr auch Wassermelonen im Freilandanbau kultivieren.


Stefan Link widmet sich seit ca. 3 Jahren der Erzeugung von Melonen. Geerntet werden die Durstlöscher bis Monatsende.

Aufgrund von Arbeitskräftemangel und dem intensiven Sonderkulturenanbau versuchte sich Link vor nunmehr drei Jahren in die Erzeugung der Südfrucht. "Wir hatten zunehmend Probleme die benötigten Arbeitskräfte für unsere arbeitsintensiven Gewächshauskulturen, etwa Gurken, Tomaten und Eissalat, zu finden und haben dann nach einer pflegeleichteren Kultur gesucht. So haben wir dann 2019 die ersten Wassermelonen in unserem Treibhaus angepflanzt", blickt Link zurück. Ergänzend zu den Wassermelonen (ca. 70%) wurde das Sortiment inzwischen um Cantaloupe-Melonen bzw. Netzmelonen erweitert. 

Auf Wochenmärkten findet vor allem die kleinkalibrige Ware (1,5-2 kg) guten Anklang, weil die Ware nicht mehr in geschnittener Form verkauft werden darf. Im Facheinzelhandel werden hingegen nach wie vor Melonenstücke angeboten, weshalb die großkalibrige Ware (ca. 3,5 kg) besonders beliebt ist. 

Minimaler Arbeitsaufwand
Der diesjährige Ertrag liege zwar unter Vorjahresniveau, dafür sei die Nachfrage in diesem Jahr etwas höher. Link: "Wir vermarkten unsere Melonen vorwiegend über unseren Standverkauf am örtlichen Großmarkt, der Rest wird entweder direkt an die Gastronomie oder über den Hofladen vertrieben. Der Netto-Erlös pro Quadratmeter ist im Vergleich zu hiesigen Kulturen zwar geringer, dafür ist der Arbeitsaufwand minimal, weshalb sich der Anbau - gerade im Hinblick auf die steigende Nachfrage - eindeutig rentiert." Im Vergleich zur Importware sei der Preisunterschied gemäß Link minimal. 

Melonenanbau im Freiland
Aufgrund der positiven Ergebnisse hat sich Link entschlossen nächstes Jahr auch erstmals Freilandmelonen anzubauen. "Wir haben 2019 anfänglich vom Freilandanbau abgesehen, da die Freilandware erst ab August geerntet werden, bis dahin geht die Hauptsaison meist schon zu Ende. Wenn wir aber nach Abschluss der Treibhausernte nahtlos in die Freilandsaison durchstarten, wäre das Vermarktungsfenster hingegen erheblich länger und wäre es somit für den Abnehmer interessanter deutsche Melonen anzubieten. Ich würde sogar nicht ausschließen, dass die süddeutschen Melonen auf Dauer auch im LEH gelistet werden können", sagt Link abschließend.

Weitere Informationen:
Stefan Link
Link Gemüse und Früchte GmbH & Co. KG
Am Wegfeld 21
90427 Nürnberg
Tel.: 0911/38 11 84
Email: info@link-gemuese.de  
Web: www.link-gemuese.de/  


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