Dirk Radack sagt der Lebensmittelverschwendung mit Fred4Food aktiv den Kampf an:

"In vielen Fällen ist die Entsorgung aufwendiger, anstatt die Überhänge wieder in den Verkehr zu bringen"

Food Waste oder zu deutsch Lebensmittelverschwendung ist heutzutage in aller Munde. In der Alltagspraxis werden allerdings jährlich tonnenweise verderbliche Lebensmittel wie etwa Obst und Gemüse in die Tonne geworfen, anstatt sie anderweitig zu verwerten und/oder zu vermarkten. Mit seiner neuen Initiative Fred4Food sagt Dirk Radack, Geschäftsführer des Hamburger Großmarktbetriebs Bananen-Fred, dieser andauernden Lebensmittelverschwendung nun aktiv den Kampf an. Die bisherigen Ergebnisse seien besonders vielversprechend, erläutert er im Interview.


Dirk Radack führt den Familienbetrieb Bananen-Fred heutzutage in 2. Generation.  

Wie der Firmenname auch heute noch verrät, findet der Bananen-Fred seine Ursprünge im Bananenhandel. Einst kaufte der damalige Firmengründer und Vater des heutigen Geschäftsführers, Fred Radack, Bananen direkt von Schiffen im Hamburger Freihafen und reifte sie darauffolgend in ehemaligen Luftschutzbunkern. Daraus entstand dann der spätere Wochenmarkthandel, mit dem sich das Unternehmen auch heute noch befasst, betont Dirk Radack. Außer dem Handel mit Bananen und weiteren Früchten befasst man sich mittlerweile ebenfalls mit französischem Käse und Molkereiprodukten sowie Fisch. "Diese Diversifikation des Angebots ist uns besonders wichtig und hat grundlegend zu unserem breiten Netzwerk im In- und Ausland beigetragen", so Radack.

"Wege schaffen statt wegschaffen"
Aus diesem internationalen Netzwerk sowie der Liebe zu frischen Lebensmitteln entstand schließlich eine komplett neue Unternehmenssparte, fährt Radack fort. "Wir widmen uns jetzt vermehrt der Vermarktung von Überhängen und Reklamationen im In- und Ausland. Durch unsere jahrelange Erfahrung als Marktschreier haben wir immer wieder mehr Ware bekommen, als wir verkaufen konnten. Getreu dem Motto 'Wege schaffen statt wegschaffen' ist es uns eine Herzensangelegenheit, diese Überschüsse vor der Tonne zu retten und sie stattdessen neu in den Verkehr zu bringen. Gerade zu Zeiten in denen Themen wie Nachhaltigkeit, CO2-Bilanz allgegenwärtig sind, treffen wir mit dieser Initiative den heutigen Zeitgeist."

 

Ökologie und Ökonomie
Das Label Fred4Food entspricht gemäß Radack jedoch nicht nur dem derzeitigen Nachhaltigkeitstrend, sondern es soll auch zur Effizienzsteigerung und schließlich auch zur erhöhten Wirtschaftlichkeit der Lebensmittelbranche beitragen. "Bei vielen Handelsunternehmen, etwa am hiesigen Großmarkt, fehlt einfach die benötigte Zeit und Manpower, um die Unterbringung von Überschüssen selbst in die Hand zu nehmen. Durch die Vertriebswege und Kapazitäten, über die wir verfügen, sind wir in der Lage, den jeweiligen Kunden entsprechend zu entlasten. Vieles geht dabei an die hiesige Tafel, weshalb unser Konzept auch rein vermarktungstechnisch eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten der Lieferkette ist."

Ausbaupotenzial vorhanden
Als Dienstleister in einem wachsenden Marktsegment versteht sich Radack als Bindeglied zwischen den Erzeugern oder Händlern und den jeweiligen Abnehmern. "Querbeet ist tendenziell mehr Ware im Umlauf, als tatsächlich gebraucht wird. Je mehr Handelsmarken mit entsprechenden Qualitätsvorgaben ins Spiel kommen, umso mehr Kopfschmerzen entstehen. Man muss auch dazu sagen, dass die Entsorgung von Lebensmitteln schließlich aufwendiger ist, als sie neu in den Verkehr zu bringen." Zu den Abnehmern der Überhänge zählen etwa Verarbeiter und Wiederverkäufer in ganz Deutschland sowie im benachbarten zentral- und osteuropäischen Ausland.

Preiseinstiegsprodukte geraten zunehmen in den Vordergrund
Ferner spiele auch die aktuelle Marktlage der Vermarktung von Restposten eindeutig in die Karten, schildert Radack. "Dieses Segment hat sehr stark unter dem andauernden Preiskampf im LEH gelitten. Aufgrund von Inflation und Kostensteigerungen werden die Preise momentan stark angezogen, weshalb der Postenmarkt mehr Spielraum hat und Preiseinstiegsprodukte vermehrt in den Fokus des Verbrauchers rücken."

Weitere Informationen:
Dirk Radack
BANANEN-FRED
Fred Radack & Sohn OHG
Großmarkt Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 76 79 77 10 - 0
Telefax: +49 (0) 40 76 79 77 10 - 20
E-Mail: d.radack@bananen-fred.de
www.bananen-fred.de  
https://fred4food.de/ 


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