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Paco Fernandez, Pera de Jumilla PDO:

"Die Jumilla-Birnenproduktion fällt wegen des Regens im Frühling um 40 bis 50 Prozent kleiner aus, aber wir erwarten diese Saison gute Preise"

Murcia ist ein wichtiger Sommerobst-Produzent. Die Region ist der führende Anbieter von Melonen, Wassermelonen und Steinfrüchten. In den kommenden Wochen wird das Sommerobst-Angebot durch die Jumilla-Birne abgerundet. Die Qualität der Birne ist so hoch, dass sie eine geschützte Ursprungsbezeichnung erhalten hat. Allerdings war das Wetter im Frühling nicht gerade gut und die Ernte wird deswegen deutlich kleiner ausfallen.

"Die Jumilla-Birnenernte hat in den frühen Regionen am ersten Juli-Wochenende angefangen. Dann haben die Früchte dort die perfekte Süße und Konsistenz. In diesem Jahr ist die Saison etwas schwierig, weil das Wetter im März nicht gut gewesen ist. Es hat sieben bis zehn Tage in Folge geregnet und das ausgerechnet, als die Bäume in der Blütephase waren. Die Insekten konnten deswegen die Blüten nicht bestäuben. Die zuständige Aufsichtsbehörde schätzt, dass die Produktion 40 bis 50 Prozent kleiner ausfallen könnte. Dazu kommen Hagelschäden", sagte Paco Fernandez, technischer Leiter von Pera de Jumilla PDO. "Allerdings hoffen wir, dass die Preise dieses Jahr gut werden und wir höhere Preise erzielen können als in den vergangenen Jahren."

"Die Pera de Jumilla PDO-Birne wird vor allem in Spanien und Italien verkauft. Dort ist die Ercolini-Sorte, die aus Italien stammt, sehr beliebt. Unsere Birnen werden vor allem wegen ihrer Qualität und Größe besonders geschätzt." Es ist genau festgelegt, dass die Aufsichtsbehörde nur Birnen als Jumilla PDO-Birnen auszeichnet, die Kategorie I Birnen oder in der Extraklasse sind. Sie müssen eine genaue Größe haben (jeweils 58 mm und 52 mm) und dazu eine herausragende innere Qualität haben (immer über einem Brix-Level von 10,5°).

"Alle anderen Birnen, vor allem die kleineren Größen, werden exportiert. Zielmärkte sind dabei beispielsweise der Mittlere Osten. Diese Länder kennen sich noch nicht gut mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung aus und wissen nicht, dass diese Produkte etwas mehr kosten als andere. Deswegen arbeiten wir aktuell daran, auch Märkte außerhalb Europas für PDO-Produkte zu öffnen. Im April waren wir mit allen Unternehmen aus der Region Murcia in Berlin, um unsere Jumilla PDO-Birnen zu bewerben."

"Wir konzentrieren uns auch auf die nationale Promotion, vor allem hier in Murcia. Denn die Verbraucher außerhalb der Region kennen uns teilweise besser als die Menschen, die hier leben", fügte Paco hinzu. "Wir haben alle zusammen die Vereinigung 'Origen Murcia' gegründet, um so die geschützten Produkte aus der Region quasi von innen heraus zu bewerben."

Die Jumilla-Birne ist eine von vielen geschützen Produkten in der Region Murcia. Das Zertifikat schützt die regionalen Produkte wie die Torre-Pacheco-Melone oder den Cieza-Pfirsich, die schon lange Tradition in Jumilla haben. Wenn man den Aufzeichnungen der Aufsichtsbehörde glauben mag, dann reicht die Geschichte zurück bis zur Herrschaft von Philipp II im 16. Jahrhundert. Durch den Generationswechsel sind solche traditionellen Produkte aber in Gefahr und müssen deswegen geschützt werden.  

"Wir hatten noch nie Probleme, unsere Birnen zu vermarkten. Das gilt sowohl für die Ercollini als auch für die Bestäubersorten wie San Juan oder Limonera", sagte Paco Fernandez (rechts). "Andere Produkte sind in Mode und wachsen sehr schnell, sodass die Märkte übersättigt sind und die Preise fallen, weshalb die Bauern sie wieder aufgeben müssen. Das Problem hatten wir mit unseren Birnen noch nie. Birnen anzubauen ist nicht einfach, aber sie sind sehr beliebt und haben gute Margen."

"Allerdings ist es immer schwieriger, junge Bauern in der Region dazu zu bewegen, dass sie das, was ihre Eltern oder Großeltern angefangen haben, weiterzuführen. Es gibt einen Arbeitskräftemangel, weil niemand mehr auf dem Feld arbeiten will. Viele Leute haben mit dem Anbau von Birnen begonnen, als wir das Zertifikat und die geschützte Bezeichnung erhalten haben, aber inzwischen sind es lange nicht mehr so viele. Zum Glück haben wir aber immer noch rund 1.000 bis 1.200 Hektar in Jumilla und auch die gleiche Anzahl an Höfen. Wir müssen es schaffen, dass die Landwirtschaft für die jüngere Generation wieder attraktiv wird", betonte Paco.

Für weitere Informationen:
Pera de Jumilla DOP
Pl. Alcoholera 3, 2.ª Planta
Jumilla, Murcia (España)
Tel.: +34 968716267
info@peradejumilla.es
www.peradejumilla.es


Erscheinungsdatum:



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