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Michele Lomma, Rodi Fructus AG, zum aktuellen Südfrüchtemarkt:

"Holpriger Start der spanischen Steinfrucht- und Melonensaison, südafrikanische Zitruskampagne nimmt Fahrt auf"

Der Auftakt der diesjährigen Steinfrucht- und Melonensaison sei dieses Jahr besonders schleppend gewesen, erzählt Michele Lomma, Verkaufsleiter des Schweizer Fruchtimportunternehmens Rodi Fructus AG. "Aufgrund der außergewöhnlichen Niederschläge in den Anbaugebieten Murcia trafen die ersten spanischen Charentais-Melonen um drei Wochen später als im Vorjahr bei uns ein. Auch die Fruchtqualität, sprich die inneren Werte, sind bisher witterungsbedingt sehr schwankend gewesen. Der Zuckergehalt der ersten Nektarinen etwa war verhältnismäßig eher gering."

"Bei Galia-Melonen aus Almería mussten wir wirklich Ware zusammenkratzen, um die Nachfrage im Handel einigermaßen bedienen zu können. Mittlerweile sind wir komplett auf Murcia umgestiegen, witterungsbedingt steht uns aber überwiegend ganz große Ware in den Kalibern 4-er und 5-er zur Verfügung,", fährt Lomma fort. Bei Honig- und Piel de Sapo-Melonen sei vergleichsweise etwas mehr Ware vorhanden, allerdings seien die Mengen auch in diesem Segment eher überschaubar.

Erschwerend hinzu kämen die Kostensteigerungen entlang der Lieferkette. "Diese Realität läuft uns bereits seit Jahren hinterher, jetzt ist aber das große Chaos gekommen. In enger Rücksprache mit unserem Hauptabnehmer Migros haben wir eine Notlösung gefunden, in der wir die Entwicklungen monatlich beobachten und anhand dessen die Preise neu überlegen. Nichtsdestotrotz ist die Situation schon verheerend."


Michele Lomma ist Verkaufsleiter der Rodi Fructus AG.

Erfreuliche Mengenprognosen in Frankreich
Nebst Spanien bezieht die Rodi Fructus AG ergänzend Sommerobst aus Frankreich. "Bei den Hauptprodukten Charentais und Aprikosen ist die Versorgungslage zufriedenstellend, da dort von großen Wetterproblemen wie in Spanien bisher keine Rede war. Insofern schauen die Mengenprognosen allesamt recht gut aus", schildert Lomma. Preislich seien beide Herkünfte (je nach Qualität und Kaliber) etwa im Gleichgewicht.

Zitrus: Saisonwechsel steht bevor
Im Gegensatz zu Melonen und Steinfrüchten wechselt man im Bereich Zitrusfrüchte nun allmählich von der nördlichen in die südliche Hemisphäre. Noch werden ausschließlich rote Grapefruits und Mandarinen der Frühsorte Leanri aus Südafrika angeboten, demnächst werden aber auch die ersten Verladungen an Orangen eintreffen. Lomma: "Die Vorzeichen sind relativ gut, dennoch bleibt abzuwarten, inwiefern wir auch in diesem Jahr mit Streiks in den Seehäfen und erhöhten Frachtraten zu kämpfen haben."

Momentan wird hauptsächlich die spanische Orange Navel Powell geführt, so Lomma. "Diese werden wir voraussichtlich bis Ende Juni in marktrelevanten Mengen anbieten können, danach geht es weiter mit spanischen Valencia Midnight. Im Idealfall werden wir erst im August komplett auf südafrikanische Ware umsteigen, da der Schweizer Verbraucher in der Regel bevorzugt auf Ware europäischer Herkunft zurückgreift."

Sizilianische Passionsfrucht: Trendfrucht von morgen?
Als treuer Partner des Schweizer Lebensmitteleinzelhandels ist die Rodi Fructus AG laut Lomma auch bestrebt, neue Früchte, vorzüglich aus europäischem Anbau, ins Obstregal zu bringen. "Ein Beispiel einer derartigen Produktinnovation, die sich in den zurückliegenden zwei-drei Jahren rasch etabliert hat, ist die Passionsfrucht aus Sizilien. Das bisherige Marktvolumen ist zwar begrenzt, die inneren Werte sind jedoch herausragend. Wir haben auch festgestellt, dass unsere Kundschaft nach solchen Innovationen schreit", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Michele Lomma
Rodi Fructus AG
Bäumlimattstrasse 14
Postfach 253 | 4313 Möhlin
Tel. +41 61 855 57 57
Fax +41 61 855 57 77 
info@rodifructus.ch  
www.rodifructus.ch  


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