Jaime Sánchez, Produktmanager bei SanLucar, zur Kirschensaison:

"Die Sommerkirsche ist praktisch in allen europäischen Ländern bereits sehr stark verbreitet"

Angesichts des geringen Steinobstangebots, beispielsweise bei Aprikosen und Nektarinen, sei die Nachfrage nach Kirschen sehr hoch, wie uns Jaime Sánchez von SanLucar mitteilt. "Dazu trägt auch die außergewöhnlich gute Qualität der Kirschen aus fast allen Herkunftsländern wie Spanien, Italien und der Türkei bei. Dass der Mai ein sehr trockener Monat war, hat sich positiv auf die Kirschen ausgewirkt."


Jaime Sánchez

Die Produktionszeit des Unternehmens mit Sitz in Valencia ist jeweils in eine Sommer- und eine Wintersaison aufgeteilt. "Die Sommersaison beginnt Ende April mit Kirschen aus Spanien und endet im September mit Kirschen aus Kanada. Die Winterkampagne mit Kirschen aus Chile geht von Ende November bis Ende Februar." SanLucar hat hierbei drei Hauptbezugsländer für Kirschen: Frühsorten bezieht das Unternehmen ab Anfang Mai aus Spanien und Italien, während von Juni bis August wiederum Kirschen aus der Türkei bezogen werden. "Wir haben auch Produktionen in Deutschland und Kanada, um unsere Ernte mit späten Sorten bis fast September zu verlängern. In den Monaten Dezember, Januar und Februar beziehen wir unsere Kirschen aus Chile", so Sánchez.

Konsum in Europa bei 700.000 Tonnen
Der Konsum von Kirschen sei sehr stabil und schwanke kaum von Jahr zu Jahr. "In den letzten zehn Jahren lag der Konsum von Kirschen in Kontinentaleuropa bei etwa 700.000 Tonnen, wobei sich 92 Prozent dieser Menge auf die Monate Juni und Juli verteilen. Der Grund dafür ist, dass die Sommerkirsche in praktisch allen europäischen Ländern bereits sehr stark verbreitet ist. Es gibt jedoch viele Wachstumsmöglichkeiten in Europa für Kirschen aus Übersee und in der Nebensaison, wie zum Beispiel die chilenische Kirsche für den europäischen Winter", so Sánchez. Zu den meistgefragtesten Kalibern zählen das große +26mm Kaliber sowie das +28mm Kaliber für hochwertigere und spezielle Linien. Kleinere Kaliber wie +24mm für 500g-Becher fänden wiederum mehr Anklang in osteuropäischen Länder und dem Vereinigten Königreich.

Günstige Wetterlage
Zwar hätten während der Blütezeit im Osten Spaniens einige Gebiete Frostschäden erlitten. Allgemein soll das Wetter in diesem Jahr für Kirschen bisher aber recht günstig gewesen sein. Sánchez: "Der schlimmste Feind der Kirsche ist der Regen im Mai, der unter anderem Rissbildung und Pilzprobleme verursacht. Glücklicherweise war das Wetter in diesem Jahr günstig, da es im Mai kaum geregnet hat, und auch im Juni dürfte es so bleiben, sodass die Qualität der Kirschen fast aller Herkünfte hoch ist." Hinsichtlich der Verfügbarkeiten mache er sich auch keine Gedanken, da es ein Jahr mit einer guten Weltproduktion gewesen sei und alle großen Produktionsländer sich in einer guten Lage befänden.

Gleichzeitig sei bei der Kirsche als auch bei vielen weiteren Produkten ein Anstieg der Verbraucherpreise zu beobachten. "Damit wird versucht, all die zusätzlichen Kosten, die die Frischwarenindustrie treffen, weiterzugeben, um die Existenzen der Bauern nicht zu gefährden. Es gibt jedoch eine Grenze, bis zu der die Preise erhöht werden können, ohne die Nachfrage zu beeinträchtigen. Dies ist ein sehr schmaler Grat, der insofern gefährlich sein kann, als bei einem zu starken Preisanstieg nicht mehr jeder bereit wäre, Kirschen zu konsumieren. Dadurch bestünde die Gefahr, dass die Produktion nicht mehr richtig verkauft werden könnte", weiß Sánchez.

Große Sortenvielfalt
"Zu jedem Zeitpunkt der Saison arbeiten wir nur mit den besten Sorten in jedem Land. In Spanien arbeiten wir vor allem mit frühen Sorten wie Frisco, Royal oder Red Pacific, gefolgt von Zwischensorten wie Van und schließlich den immer wieder wunderbaren Lapins", sagt der Produktmanager. "In Italien haben wir vor allem die Sorte Ferrovia, eine außergewöhnliche Sorte in Bezug auf Geschmack und Festigkeit, und in der Türkei Napoleon, Prime Giant und Sweet Heart."

Je nach Land bietet SanLucar verschiedene Verpackungen an. "In Spanien oder dem Vereinigten Königreich beispielsweise werden viele Kirschen in 500g- oder sogar 1kg-Plastikverpackungen konsumiert. In Ländern wie Deutschland werden die meisten Kirschen lose und in großen Mengen verkauft, sodass der Endverbraucher entscheidet, wie viel er mit nach Hause nehmen möchte. Bei SanLucar möchten wir bei Kirschen wie bei allen anderen Produkten neue, nachhaltige und attraktive Verpackungen für den Verbraucher entwickeln. Deshalb haben wir einige sehr innovative Optionen wie Papiertüten oder Pappschalen", sagt Sánchez abschließend. 

Bilder: SanLucar

Weitere Informationen:
SanLucar Fruit, S.L.U.
C/ Serra Llarga, 24
46530 Puzol – Valencia
Spanien
Tel: 0034 96 142 40 40
office@sanlucar.com 
https://www.sanlucar.com 


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