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Bart Nemegheer, De Aardappelhoeve, Belgien:

"Die derzeitigen Vertragspreise würden es praktisch unmöglich machen, in Belgien weiterhin Kartoffeln anzubauen"

"Im Moment kommen viele Kartoffeln aus Spanien", sagt Bart Nemegheer vom belgischen Unternehmen De Aardappelhoeve. "Alle sind mit ihrer Haupternte beschäftigt, und die Qualität ist dieses Jahr außergewöhnlich gut, vor allem in der Region Sevilla." Ihm zufolge hat das stürmische Wetter die spanische Kartoffelsaison kaum beeinträchtigt. "Der viele Regen hat zu einer schlechteren Qualität geführt, aber nur in Cartagena. Insgesamt sieht die Saison aber sehr gut aus", sagt Bart.

Auch in Spanien ist die Bio-Kartoffelernte derzeit in vollem Gange. "Auch hier sind die Erträge gut, und die Qualität ist hervorragend. Wir haben wunderschöne Kartoffeln in Spitzenqualität erhalten." Er sagt, dass der Anteil der Bio-Kartoffeln in Europa stabil bleibt und vielleicht sogar noch leicht wächst. "Europa will mit seiner Farm-to-Fork-Strategie bis 2030 einen Bio-Anteil von 30% erreichen. Wir würden diesen Anteil gerne schneller steigen sehen, aber aufgrund der aktuellen Krise sind die Verbraucher preisbewusster und zurückhaltender bei den Ausgaben. Das wirkt sich auch auf Bio-Kartoffeln aus, da sie etwas teurer sind. Aber im Allgemeinen können wir uns nicht beklagen", fährt Bart fort.

Er versichert uns, dass die ständig steigenden Kosten die Erzeuger noch nicht massenhaft zum Getreideanbau treiben. "Die Kartoffelanbaufläche ist im letzten Jahr sogar leicht gestiegen. Die Nachfrage ist gut, so dass trotz der Pandemie alles gut gelaufen ist. Auch der Export von Kartoffelprodukten war weiterhin erfolgreich. Die Nachfrage ist und bleibt da. Aufgrund der gestiegenen Kosten müssen jedoch die Vertragspreise angehoben werden, um zukunftsfähig zu bleiben. Bei unveränderten Preisen wäre es praktisch unmöglich, den Kartoffelanbau fortzusetzen."

Auf der Absatzseite sieht Nemegheer eine steigende Beliebtheit von verarbeiteten Convenience-Produkten. "Sie liegen vor allem bei den jungen Verbrauchern im Trend. Diese Gruppe entscheidet sich zunehmend für einfach zu verwendende, vorgekochte Produkte", erklärt er. "Das ist ein wachsender Markt, auf den sich der Handel einstellen muss. Dennoch glaube ich fest daran, dass es immer Platz für frische Kartoffeln geben wird."

De Aardappelhoeve reagiert mit seiner Marke The Potato Chef auf diesen Convenience-Trend. "Wir bieten eine große Vielfalt an vorgekochten, schmackhaften Kartoffelprodukten und den Menschen damit eine Auswahl. Es ist auch eine Lösung für unsere Restströme. Der Frischmarkt ist bei der Sortierung sehr streng. Bei leichten Beschädigungen oder einem Fleck werden die Kartoffeln sofort aussortiert. Das ist natürlich schade, aber wir können diese Kartoffeln für unsere The Potato Chef-Produkte verwenden. Auf diese Weise können wir diese Kartoffeln zu Produkten für den täglichen Verzehr aufwerten", sagt Bart abschließend.

Für weitere Informationen:
Bart Nemegheer
De Aardappelhoeve
Putterijstraat 7A
8700 Tielt (Belgien)
+32 (0)477 29 17 84
bart@deaardappelhoeve.be        
www.deaardappelhoeve.be    


Erscheinungsdatum:



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