Zwischenfazit zur laufenden Erdbeerernte:

Nachfragerückgang in Baden, überdurchschnittliche Ernte in Sachsen erwartet

Die Nachfrage nach badischen Erdbeeren ist stark gesunken, beobachtet Lorenz Boll, Geschäftsführer des Obst- und Gemüsevertrieb Südbaden GmbH in Vogtsburg am Kaiserstuhl, gegenüber SWR.

Boll nennt dafür zwei mögliche Gründe. Zum einen seien in diesem Jahr gleich drei Haupternten gleichzeitig auf den deutschen Markt gekommen: In Südbaden seien die Erdbeeren wetterbedingt früher reif gewesen als in den vorherigen Jahren, in Spanien aufgrund eines ungewöhnlich langen Winters später. Und die Ernte in den Glashäusern im Westen Deutschlands habe sich verzögert, weil die Landwirte ihre Treibhäuser wegen der hohen Energiekosten nicht beheizt hätten. Der Markt sei mit Erdbeeren überschwemmt worden. 

Sachsen: Überdurchschnittliche Ernte erwartet
"Wir haben in den ersten Wochen eine Kaufzurückhaltung beim Kunden festgestellt", sagte Udo Jentzsch (57), Geschäftsführer des Landesverbands Sächsisches Obst laut Tag24, am Rande des offiziellen Starts in die Erdbeersaison am Mittwoch in Leisnig. Und das, obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen sind. Das Kilo ist im Laden im Schnitt ab sieben Euro zu haben. Wer selber pflückt, muss mit Preisen ab vier Euro rechnen.

Betriebsaufgaben wie in Nordrhein-Westfalen oder Einbußen wie beim Spargel befürchtet Verbands-Chef Jörg Geithel (60) jedoch nicht: "Auch die Ernteerwartung ist gut."

Weitere Informationen:
www.ogs-suedbaden.de
www.sächsisches-obst.de


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