Christina Gogeff zu Beginn der bayerischen Kohlsaison:

"Hiesiger Spitzkohl trifft auf etwas leeren Markt"

Trotz des trockenen Winters und der damit einhergehenden, übermäßigen Bewässerung konnte das Münchner Traditionsunternehmen Gogeff am 18. Mai den ersten Spitzkohl aus eigener Freilanderzeugung am örtlichen Großmarkt anbieten. "Nachfrage ist gut vorhanden, zumal die Ernten in den südlichen EU-Ländern zu Ende gehen. Somit trifft der hiesige Spitzkohl auf einen etwas leeren Markt", kommentiert Christina Gogeff, die das Unternehmen seit Jahreswechsel führt. 

Außer Spitzkraut vermarktet man ebenfalls Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi sowie Salate aus eigener Freilandproduktion. "Was wir nicht selbst produzieren können, beziehen wir von umliegenden Gärtnern, weshalb wir bereits im frühen Angebot ein breites Sortiment an heimischem Gemüse führen können", fährt Frau Gogeff fort. Bei gewissen Artikeln, etwa Spitzkraut, könne die Nachfrage bereits zu 100 Prozent mit eigener Ware gedeckt werden.


Frischer Spitzkohl aus neuer Ernte

Qualitätsprobleme bei Kohlrabi
Obwohl der frühe Spitzkohl in der Regel etwas kleinfallender ist, sei die Qualität bisher recht gut gewesen, heißt es weiter. Gogeff: "Aufgrund von Blühstreifen (und Artenvielfalt bitte entfernen) haben wir teilweise Probleme mit Schnecken, die unsere Kulturen anfressen, was sich vor allem bei Kohlrabi bemerkbar macht. Durch den höheren Anteil an nicht makellosen Waren müssen wir unsere Preise teilweise vergünstigen." Bei anderen Freilandkulturen sei dieses Problem eher weniger zu spüren. 


Die Familie Gogeff gehört mit zu den Alteingesessenen in der Münchner Gärtnerhalle. Im 75. Jubiläumsjahr übergab Peter Gogeff den Staffelstab an seine Tochter Christina, die das Unternehmen nun in 4. Generation führt.

Kostensteigerungen nur teilweise durchsetzbar
Das Gros des selbst erzeugten Freilandgemüses wird über den Standverkauf in der Münchner Gärtnerhalle vermarktet, vorwiegend an Marktbeschicker und Facheinzelhändler. Vervollständigt wird das Großmarktklientel durch Gastronomen und Großverbraucher. Auch beim Betrieb Gogeff schaut man mit Sorge auf die allgegenwärtigen Kostensteigerungen innerhalb der Produktion. "Vor allem Dünger, aber eben auch Saatgut und Mineralölprodukte sind teurer geworden. Obwohl die Mehrkosten im Freiland im Vergleich zu Gewächshauskulturen überschaubarer sind, macht uns dieser Faktor in allen Bereichen des Gemüsebaus zu schaffen. Auch wenn wir eine gewisse Akzeptanz beim Abnehmer spüren, sind die Mehrkosten leider nur zum Teil im Handelspreis durchsetzbar", schildert Frau Gogeff des Weiteren.

Nichtsdestotrotz seien die restlichen Vorzeichen zur diesjährigen Freilandsaison gewagt positiv, betont man. Gerade in Sachen Kohlgemüse wird voraussichtlich bis Ende Dezember aus dem Vollen schöpfen können. "Wirsing wird bei uns frisch am Feld geschnitten und geliefert und ist in guten Jahren bis in den Januar oder Februar hinein lieferbar. Auch Weiß-, Rot- und Brokkoli kann bis Weihnachten angeboten werden. Spitzkohl ist hingegen frostempfindlicher und im Vergleich zum Weißkraut, wegen der Süße kaum lagerbar, da dessen Qualität schnell abbaut. Doch im letzten Jahr haben wir es geschafft auch diese Kohlart bis in den Winter aus eigenem Anbau anzubieten."

Bilder: Gemüsebau Gogeff

Weitere Informationen:
Christina Gogeff
Gemüsebau Gogeff
Großmarkt München (Gärtnerhalle, Reihe I)
Telefon Großmarkt: 0049 89 7254763
Telefon Betrieb: 0049 89 3145343
Email: kontakt@gemüsebau-gogeff.de  
www.gemüsebau-gogeff.de  


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