Start der Steinobstsaison in der Extremadura

"Ich frage mich, ob sich der Kostenanstieg auf 'Commodities' wie Pflaumen auswirken wird"

Mit einigen Tagen Verspätung hat die Steinobsternte in der spanischen Provinz Badajoz begonnen. Die ersten Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen werden bereits geerntet, allerdings noch in geringen Mengen. Die Ernte von Pflaumen, dem wichtigsten Produkt innerhalb des Steinobstsortiments in Badajoz, wird in KW 22 beginnen.

„Wir werden erst in KW 22 über konstante Mengen an Obst verfügen“, sagt José Aurelio García, Geschäftsführer der Genossenschaft Explum. „Die Ernte der ersten Pflaumen, die mengenmäßig unser wichtigstes Produkt sind, wird in KW 22 mit einigen nicht repräsentativen Sorten beginnen. Erst in der zweiten Juniwoche werden wir gute Mengen der Black Splendor haben. Das ist auf jeden Fall der Zeitpunkt, an dem die Nachfrage in der Regel zu steigen beginnt.“ Der Erzeuger und Händler erwartet dieses Jahr einen normalen Ertrag ohne Überproduktion. Nur gelbe Pflaumen und insbesondere die Sorte Golden Globe werden weniger Produkt auf dem Markt haben.

„Im Vergleich zu anderen spanischen Anbaugebieten ist die Extremadura nicht von Frost oder Hagel betroffen. Unsere Produktion überschneidet sich derzeit mit der von Murcia, das seinen Ernteplan immer weiter ausdehnt. Es wird dieses Jahr jedoch keine Überschneidungen mit Lleida und Aragonien geben, da diese Gebiete etwa 70% ihrer Ernte durch Frost verloren haben“, sagt José Aurelio García.

„Der Verkauf sollte daher reibungslos verlaufen. Bei den Pflaumen wird sich jedoch nicht viel ändern, weil wir immer mit der lokalen Produktion in vielen der Länder konkurrieren müssen, in die wir exportieren und in denen die Ernte dieses Jahr erheblich ist“, sagt er. „Italien hat zum Beispiel viel mehr Angeleno-Pflaumen zur Verfügung als letztes Jahr, und bei den restlichen Steinobstsorten werden wir Konkurrenz aus Italien, Frankreich und Griechenland bekommen. Wir wissen noch nicht, was in dieser Saison passieren wird, aber es sieht so aus, als könnte es eine interessante Saison für Nektarinen und Pfirsiche werden.“ 

Die Inflation und der daraus resultierende Anstieg der Produktionskosten ist vielleicht die größte Sorge für den Steinobstsektor in diesem Jahr. „Ich frage mich, ob dieser Kostenanstieg in allen Gliedern der Kette kompensiert wird und ob sich dies im Verkaufspreis niederschlägt, wenn man bedenkt, dass Pflaumen Commodities sind.“ 

Explum exportiert die Früchte hauptsächlich in europäische Länder, verschifft aber im Falle von Pflaumen auch nach Übersee, was in diesem Jahr noch schwieriger geworden ist. „Die Anmietung von Containern ist extrem teuer geworden, die Kosten für die Verschiffung nach Mexiko sind beispielsweise von rund 6.000 Euro im letzten Jahr auf mehr als 14.000 Euro in diesem Jahr gestiegen. Wenn der europäische Markt gut funktioniert, glaube ich nicht, dass viel ins Ausland exportiert wird. Die Risiken sind zu groß.“

Für weitere Informationen:
José Aurelio García
Explum SC
T: +34 924446338
M: +34 615289854
jagarcia@explumsc.com
www.explumsc.com


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet