Jan-Louis Pretorius, Groep 91 Uitvoer, Südafrika

Aufgrund des Kostendrucks werden in diesem Jahr möglicherweise keine bedeutenden Mengen an Grapefruit exportiert

Die südafrikanische Grapefruitsaison hat etwa zwei Wochen früher als üblich begonnen, wobei die meisten Erzeuger in den nördlichen Gebieten derzeit eine selektive Ernte im Inneren der Baumkronen vornehmen, wo sich in der Regel die größeren Früchte befinden. Obwohl das internationale Verkaufs- und Verbrauchsfenster für südafrikanische Grapefruits lang und relativ stabil ist, konzentriert sich das Angebot normalerweise auf die letzte Aprilhälfte und die erste Maihälfte. In diesem Jahr, so Jan-Louis Pretorius, Geschäftsführer der Groep 91 Uitvoer in Letsitele, Provinz Limpopo, wollen Erzeuger und Exporteure bewusst alles tun, um die Ernte über einen längeren Zeitraum auszudehnen.

"Angesichts der drastischen Kostensteigerungen in unserer gesamten Lieferkette, insbesondere bei den Transportkosten, können wir uns als Erzeuger keine unnötigen Lagerbestände auf unseren Märkten leisten, da dies in der Regel zu einem Druck auf die Preise und die Erträge in den Betrieben führt. Hinzu kommt die allgemeine Überlastung unserer Häfen, so dass die Erzeuger ihre Grapefruit-Ernte auf ein möglichst langes Zeitfenster ausdehnen sollten."

Exportfähigkeit von 40 bis 45% der Exporternte in Frage gestellt
"Die Umweltbedingungen waren während der Vegetationsperiode positiv, und die Chancen stehen gut, dass die Gesamterzeugung im Jahr 2021 steigen wird. Allerdings werden die Exporte nicht in gleichem Maße wachsen, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die margenschwachen Produktlinien wie Klasse 2, die Verarbeitungsqualität sowie große (Anzahl 28/32) und kleine (Anzahl 55/60) Früchte keine kostendeckende Rendite erreichen und daher nicht verpackt und verschifft werden."

Im Jahr 2021 machten Früchte der Verarbeitungsqualität 16% der Ausfuhren aus, während die Klasse 2 6% ausmachte. Großes Obst, das traditionell für Russland bestimmt ist, machte 9% aus und kleines Obst weitere 12%. "Das sind zwischen 40 und 45% der traditionellen Exporterzeugung, die aus kommerziellen Gründen in Frage gestellt werden können. Es gefährdet die Nachhaltigkeit der Erzeuger, wenn die lächerlich hohen Verschiffungspreise bestehen bleiben."


Der Saftmarkt ist eine gute Aussicht
Die Nachfrage nach frischen Grapefruits vor Ort ist gering (obwohl eine voll ausgereifte, erstklassige Grapefruit aus Letsitele in puncto Geschmacksqualität nicht zu übertreffen ist, wie Jan-Louis anmerkt), aber der Saftmarkt ist in recht guter Verfassung. Die lokale Verarbeitung von Grapefruits bietet im Vergleich zu Orangen und Zitronen aus Valencia eine gute Alternative zum Export.

Die Zeit zwischen dem Verpacken der Früchte und ihrem endgültigen Eintreffen auf dem Markt hat sich in den letzten beiden Saisons drastisch verlängert, was für die Erzeuger weitreichende Folgen hat, von einem erhöhten Druck auf den Cashflow bis hin zu möglichen Auswirkungen auf die Qualität der Früchte. "Wir sind sehr besorgt über die Verzögerungen im Hafen und in der gesamten Logistikkette", sagt Jan-Louis; diese Besorgnis hat sich durch die Auswirkungen der jüngsten Überschwemmungen in Durban und auf den Zufahrtsstraßen zum Hafen noch vergrößert.

Obst wird nach Russland geliefert, aber unter sehr schwierigen Bedingungen
Russland und die umliegenden Länder wie die Ukraine (die für Südafrika ein sehr wichtiger Grapefruitmarkt war), Georgien und Aserbaidschan sind für die südafrikanischen Grapefruitexporteure aus kommerzieller Sicht von zentraler Bedeutung, sagt er. "Ich weiß, dass Alternativen untersucht werden, aber sie haben einen hohen Preis. Es ist möglich, die Früchte auf anderen Wegen dorthin zu bringen, aber es sind hohe Erträge erforderlich, um die hohen Logistikkosten zu kompensieren, und wir sind noch nicht davon überzeugt, dass die Kaufkraft stark genug ist. Außerdem müssen wir die Abwertung des Rubels im Auge behalten."

Das Obst dorthin zu bringen, ist nur ein Teil des Puzzles. Die nächste Herausforderung besteht darin, einen sinnvollen Ertrag auf der Farm zu erwirtschaften, fügt er hinzu. In dieser Saison sind bisher nur wenige südafrikanische Grapefruits nach Russland gegangen, aber einige Früchte werden weiterhin unter sehr schwierigen Bedingungen exportiert. "Dies ist eine unglaublich komplexe Saison, die vor uns liegt, mit so vielen Variablen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und die wir im Auge behalten müssen, um zu überleben. Die Kosteninflation, die wir erleben, ist einfach nicht tragbar." Abschließend sagt er: "Alle fühlen sich im Moment sehr unwohl."

Für weitere Informationen:
Jan-Louis Pretorius
Groep 91 Uitvoer
Tel: +27 15 345 1671
Email: admin@groep91.co.za 
https://www.facebook.com/people/Groep-91-Uitvoer/ 


Erscheinungsdatum:



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