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Rundgang O&G-Großhändler: "'Gold kann auch zu teuer sein', hat mein Onkel Joop immer gesagt"

Osteransturm begonnen, aber begrenzte Verfügbarkeit und hohe Preise beherrschen den Markt

"Das Ostergeschäft ist in diesem Jahr besonders schwierig", sagt Großhändler Michel van den Berg von De Best AGF in Den Haag. "Strauchtomaten sind jetzt für 4 Euro pro Kilo zu haben, Eissalat für 2 Euro und Zucchini und Gurken für 1,50 bzw. 1 Euro pro Stück. Die Leute sind willig, aber der Handel ist viel zu teuer. Die Verkäufer auf dem Markt haben alle Mühe, ihre Stände zu füllen. Das ist wirklich schade, denn sonst würden sie viel mehr verkaufen.

"Die Gründe dafür sind wohl bekannt. Bei den derzeitigen Gaspreisen haben die Gartenbauer keine Lust, das Feuer zu entfachen. Der Dieselpreis ist himmelhoch und das Wetter in Spanien tut sein Übriges. Die hohen Preise haben ein wenig ihren Tribut gefordert. Es ist einfach alles zu teuer. Wenn man ein Produkt irgendwo zu einem vernünftigen Preis kaufen kann, ist es im Handumdrehen weg, aber es ist nicht leicht, Handel zu finden. Eissalat zum Beispiel ist heute kaum noch erhältlich", so Michel weiter. 

Das belastet den Handel jetzt ein wenig, denn normalerweise ist die Osterwoche sehr gut, viel besser sogar als Weihnachten. Besonders bei schönem Wetter spielt die Gastronomie verrückt und Spargel und Erdbeeren finden reißenden Absatz. Jetzt läuft der Verkauf von Lambada-Erdbeeren gut, aber die Beerenobstsaison hat noch nicht begonnen. Das ist schade, denn wenn wir eine größere Verfügbarkeit gehabt hätten, hätten wir diese Woche komplett verkaufen können."

Üppiges Auftragsvolumen
Auch bei Gebr. van Aarle ist das Ostergeschäft in vollem Gange", sagt Einkäufer Edwin van Eijndhoven. "Die Nachfrage nach saisonalen Produkten wie Spargel und Erdbeeren ist besonders hoch. Der Vorteil der Osterverkäufe gegenüber den Weihnachtsverkäufen ist, dass sie viel häufiger regelmäßig stattfinden. Das Auftragsvolumen ist besonders groß. In der Weihnachtszeit zum Beispiel ist die Nachfrage nach exotischen und exklusiven Produkten sehr viel größer. Allerdings sehen wir bei unseren Foodservice-Kunden eine steigende Nachfrage nach Kresse und speziellem Blattgemüse."

"Wir sind immer noch weitgehend abhängig von Importen, zum Beispiel aus Spanien. Aufgrund des schlechten Wetters ist die Verfügbarkeit von Produkten wie Eisbergsalat, Salatsorten und Brokkoli sehr schwierig. Aber auch Himbeeren sind im Moment sehr begrenzt", sagt Edwin. Auf die Frage nach den Bestsellern antwortet sie, dass Erdbeeren derzeit sehr gefragt sind. "Der Preis für niederländische Erdbeeren ist seit Anfang der Woche jeden Tag ein wenig gesunken. Außerdem ist Spargel sehr gefragt."

Gewächshauskohl als Verkaufsschlager
Laut Ellen Sebrechts vom gleichnamigen Obstladen in Antwerpen ist nach wie vor ein reges Ostergeschäft zu verzeichnen. "Und das Wetter ist sicherlich hilfreich. In der ersten Woche der Osterferien war es hier sehr ruhig. Das Wetter war ungünstig, viele Menschen waren im Urlaub, und alles ist im Allgemeinen recht teuer, so dass der Verkauf ins Stocken geraten zu sein schien. Diese Woche hat jedoch sehr gut begonnen. Bei Temperaturen von 18 Grad und mehr, kombiniert mit den Einkäufen für das Osterwochenende, herrschte hier ein angenehmes Gedränge. Mehrere Geschäfte waren für die Osterferien sogar geschlossen und öffnen am Wochenende vor Ostern wieder."

"Im Vergleich zu Weihnachten sind die Spezialitäten in der Woche vor Ostern etwas weniger gefragt. Im Moment ist zum Beispiel Gewächshauskohl der Verkaufsschlager, aber auch Spargel, vorgeschälter Spargel, Spargelspitzen und Grünspargel werden häufig angeboten", sagt Ellen. "Wegen der wärmeren Temperaturen sind die verschiedenen Erdbeersorten alle zur gleichen Zeit da. Elsanta, Sonsation, Sonata, um nur einige zu nennen. Automatisch kommt man im Frühjahr auf den Geschmack von Sommerfrüchten. Aufgrund des größeren Angebots und des versprochenen guten Wetters wurden die Kunden von den Erdbeeren angezogen, sogar von den speziellen Erdbeeren, die gerade erst auf den Markt gekommen sind. Aber auch die teureren Exklusivprodukte wie Luftfracht-Mangos, Melonen und auch Zitrusfrüchte bleiben beliebt."


Spargel in der Auslage bei Sebrechts

Die Verfügbarkeit war schwierig, vor allem bei importierten Produkten, bedingt durch steigende Kraftstoffpreise, Transportengpässe, Streiks, aber auch durch das Wetter. In Spanien zum Beispiel war das Wetter in den letzten Wochen sehr schlecht. Dies wirkt sich sowohl auf die Qualität der Produkte als auch auf das Angebot aus. Zitrusfrüchte zum Beispiel fallen aus, wenn es regnet, und dann kommt die Ernte zum Erliegen, aber im Allgemeinen kommen weniger Produkte zu uns und alles wird teurer. Alle Salate sind zum Beispiel sehr teuer. Alle alternativen Salatsorten wie Lollo Rossa, Bionda, Eichenblatt, rote Zwiebel und sogar der normale Kopfsalat sind begrenzt, weil die Exportindustrie eine Menge aufkauft. Hinzu kommt die erhöhte Nachfrage zu Ostern, was zu höheren Preisen führt."

Teures Gold
Gold kann auch zu teuer sein", pflegte mein Onkel Joop zu sagen", stimmt Wijnand de Mooij vom gleichnamigen Rotterdamer O&G-Großhändler zu. "Gleichzeitig kann man mit 20 Euro schneller etwas verdienen als mit 2 Euro. Was für ein Wilder Westen ist der Handel in letzter Zeit geworden! Krieg, Corona, Dieselzuschlag, steigende Lohnkosten, Inflation, teurer Dünger, Plastik und Verpackungen. Jede Woche gibt es etwas anderes, auf das wir reagieren und mit dem wir uns zurechtfinden müssen."

"Aber es macht uns auch nach 34 Jahren im Obst- und Gemüsehandel immer noch super viel Spaß und gibt uns auch neue Möglichkeiten. In letzter Zeit gibt es immer mehr konkurrierende Unternehmen, die aufgrund der hohen Dieselölpreise Versandkosten verlangen. Das tun wir nicht. Es vermittelt dem Kunden ein unklares Bild, und ich halte es auch aus verkaufstechnischer Sicht nicht für sinnvoll. Wir stellen fest, dass die Kunden das auch nicht mögen und es als schlechten Service betrachten. Diese Schritte unserer Konkurrenten bieten uns nun die Möglichkeit, unseren Umsatz zu steigern."

"Der Handel hat sich in Bezug auf die An- und Verkaufspreise rapide verändert und ist eigentlich viel zu teuer. Aber wir kaufen und verkaufen, weil es uns im Moment sehr gut geht. Das Gastgewerbe hat sich gut erholt, und die Geschäfte und Marktverkäufer verkaufen etwas weniger als 2021. Die Verbraucher können nur einmal Geld ausgeben. Aber da Ostern vor der Tür steht und schönes Wetter bevorsteht, sind wir guter Dinge. Wir erwarten daher sehr gute Verkaufszahlen. Was man jetzt bei den Entwicklungen und den hohen Preisen deutlich sehen kann, ist, dass vor allem die besseren Markthändler und Ladenbesitzer ihren Handel weiter betreiben, es gibt wenig Dumpinghandel auf dem Markt in den Niederlanden."

"Der Handel aus Spanien ist sehr teuer, denk zum Beispiel an Eissalat, Römersalat, Frisee und verpackte Little Gem. Aber wir werden nicht mehr durch die Streiks der spanischen Fahrer beeinträchtigt. Aus Italien gibt es keine Probleme in der Verfügbarkeit unserer Salate in der UnicaVera Linie. Rucola, Mesclun und Feldsalat sind die Verkaufsschlager und wir erwarten keine Preiserhöhung kurz vor Ostern. Der Preis und die Verfügbarkeit der niederländischen Produkte sind gut. Besonders hoch sind die Preise für Gurken, Zucchini, Paprika, Strauchtomaten und Auberginen.

"Aber wie gesagt, mit 20 Euro kann man schneller etwas verdienen als mit 2 Euro. Wir werden diese Woche aufschlagen, denn bei diesen Aussichten kann Ostern manchmal besser sein als Weihnachten. Und wir haben nach guter Arbeit ein langes Wochenende vor uns", sagt Wijnand abschließend.

Für weitere Informationen:

Michel van den Berg
De Best AGF
+31 (0)6 23728028
michelvdberg1@live.nl  

Gebrs van Aarle
Van Leeuwenhoekweg 39
5482 TK Schijndel
+31 (0)73 5441919
verkoop@aarlegebrs.nl       
www.gebrsvanaarle.eu      

Sebrechts Fruit
Kielsbroek 4
Magazijn A1
2020 Antwerpen
Tel.: +32 32374192
info@sebrechtsfruit.be 
www.sebrechtsfruit.be  

Wijnand de Mooij
Groothandelsmarkt 170
3044 HG Rotterdam
+31 (0)10 4373984
info@mooijquality.nl  
www.mooijquality.nl 


Erscheinungsdatum:



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