Das "weiße Gold" nimmt wieder allmählich seinen Platz in den Regalen des deutschen Markts ein. Die Fritz Möss Fruchthandels GmbH aus München hat bereits vor zwei Wochen mit dem Verkauf seines Spargel aus Griechenland, Italien und mit beheizter Ware aus Deutschland begonnen. Wie uns Ein- und Verkäufer Heiko Obalski mitteilt, bezieht der Betrieb die deutsche Ware von einem Erzeuger aus Bayern, der zum Anbau Restwärme nutzt, was gerade hinsichtlich des Themas Nachhaltigkeit von Vorteil ist. "Hierdurch haben wir einen Vorsprung von etwa drei Wochen zur normalen Ware. Grundsätzlich arbeiten wir nur mit Partnern zusammen, die Premiumware anbieten können. Angesichts der aktuellen Preise und Kosten ist das auch ein Muss", sagt Obalski.

Heiko Obalski mit bayrischem Spargel
Qualitativ sei der Spargel aus allen Ursprungsländern gut. Von der italienischer Ware erhält er pro Tag 600kg, von der deutschen Ware wiederum 300kg pro Tag. Vom griechischen Spargel erhalte er wiederum wobei 2-3Tonnen, die allerdings 3-4 pro Woche angeliefert werden. Preisanpassungen habe es ebenfalls geben, so Obalski: "Wir müssen pro Kilo mittlerweile um die 2 Euro mehr verlangen, allerdings besteht das Problem, dass wir diese Preise kaum durchsetzen können. Normalerweise können wir für die Frühware deutlich mehr verlangen, nur gibt das der Markt aktuell schlichtweg nicht her."
Verunsicherung auf Kundenseite
Als Grundproblem sieht Obalski hierbei die zunehmende Verunsicherung bei seinen Kunden. Während Corona kein allzu großes Thema mehr zu sein scheint, seien viele aufgrund der Ereignisse und Folgen rund um den Krieg verunsichert. "Der Preis war im letzten Jahr kein Problem. Es hat sich aber einfach alles geändert. Die Gastrokunden, die sonst viel nehmen, kaufen fast gar nichts mehr." Vor gut zehn Jahren habe man zudem noch mehr beheizte Ware verkaufen, heutzutage sei das Interesse aber rückläufig, da diese Ware der Nachhaltigkeit widerspräche.
"Für gewöhnlich spürt man um diese Zeit herum, dass die Leute kein Wintergemüse mehr haben wollen und sich stattdessen wieder mehr für Beeren und Spargel interessieren. Dieses Jahr ist es aber ganz anders, weil die Kunden verunsichert sind und momentan so gut wie an jedem Artikel gespart wird." Die extrem steigenden Unterhaltskosten seien hierbei das größte Problem.
Umdenken hinsichtlich Plastikeinsatz
Obalski fällt außerdem auf, dass der Hype um die Begrenzung von Plastikfolien während Corona so gut wie versiebt sei. "Verpackung war vor Corona noch das wichtigste Thema, vor allem anderen. Dieser Hype um das Umdenken hinsichtlich der Nutzung von Plastik hat während Corona einfach niemanden mehr interessiert. So langsam kommt das Thema aber wieder auf. Allgemein nutzen wir aber Kartonware, wobei Folienverpackungen für den Transport und dem Verkauf von Spargel einfach unabdingbar ist. Die Folien sind mittlerweile aber auch recylcebar. Hierauf wird schon viel Wert gelegt", sagt Obalski abschließend.
Weitere Informationen:
Heiko Obalski
Fritz Möss Fruchthandels GmbH
Kochelseestr. 13
81371 München
Tel: 089-746352-00
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