Kartoffel-Marktbericht KW 51

'Zyprische neuerntige Chargen gehörten jetzt mit uneinheitlichen Preisen zum festen Sortiment'

Auch in der Vorweihnachtswoche verliefen die Geschäfte vielerorts augenscheinlich schwach. Das Sortenspektrum wurde im vertrauten Umfang zu den bisherigen Spannen abgewickelt. Zyprische neuerntige Chargen gehörten jetzt mit uneinheitlichen Preisen zum festen Sortiment. Während sich in Berlin die Notierungen hierfür stabilisierten, musste man in Hamburg und München Preissenkungen hinnehmen. In Frankfurt wurden wieder großfallende englische Manhatten zu 8,50 € je 25-kg-Sack angeboten. Hier belebten sich immerhin zum Wochenabschluss die Geschäfte etwas erfreulicher, meldet der BLE.

Rheinland-Pfalz: Geschäftsverlauf auf Vorjahresniveau
Die Bestellungen zum Weihnachtsgeschäft sind abgeschlossen, so die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Der bisherige Geschäftsverlauf liegt auf dem Niveau der Vorjahre. Der Speisekartoffelverbrauch verlagert sich eher in die privaten Haushalte. Davon profitiert auch der Ab-Hof-Verkauf. Die Qualitäten bleiben durchwachsen und die Absortierungen demzufolge hoch. Wesentliche Preisänderungen sind bis zum Jahreswechsel nicht mehr zu erwarten.

Hessen: Schwache Umsätze in Gastronomie
Kurz vor den Feiertagen konnte sich die Nachfrage im LEH beleben. Jedoch dürfte - in Anbetracht der Saisonfigur - auf den Nachfrageschub ein baldiger Einbruch folgen. Unterdessen führt die aktuelle Corona-Lage zu schwachen Umsätzen in der Gastronomie. Insgesamt kann der Bedarf daher bequem gedeckt werden. Preisbefestigungen lassen sich bislang nicht durchsetzen. Vor dem Jahreswechsel und zwischen den Jahren werden keine spürbaren Preisänderungen erwartet, schreibt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Niedersachsen: Weihnachtsgeschäft lief gut voran
Entsprechend der Basis (Sortierung 35 - 65, weniger als 8% Mängel, hell- und festschalige Ware, lose, frei Erfassungsstelle je 100 kg) wurden in der vergangenen Woche folgende Preise gezahlt: 

Abhängig von der Qualität sind weiterhin Zu- bzw. Abschläge möglich. Beachten Sie bitte folgende Markthinweise: Weihnachtsgeschäft lief gut voran, so der Bauernverband Nordostniedersachsen e.V.

Schleswig-Holstein: Absatz der Industrieware noch nicht Pandemie gebremst 
Der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zufolge zeigt sich der Kartoffelgroßhandel im Norden knapp ausgeglichen. Durch die reduzierte Nachfrage aus der Gastronomie erfüllen die Absatzmengen nicht immer die Erwartungen, obwohl sich die Umsätze im LEH erhöht haben. Das überregionale Angebot hält sich in Grenzen. Dort berichtet man von einem stetigen Export nach Südosteuropa. Die Absortierungen durch Qualitätsmängel bleiben hoch. Insgesamt sollten die Kurse auch zum Jahresbeginn behaupten. Da dann verstärkt Ware aus den Kühlhäusern angeboten wird, sind sogar höhere Preisforderungen möglich. Der Absatz der Industrieware wird noch nicht durch die Pandemie gebremst. Die Terminmarktkurse gaben etwas nach,  bleiben aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau.


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